MarTech forscht vor der Küste Pakistans und leistet Beitrag zur Erforschung des Klimawandels

Die Hochschule Bremerhaven hat mit dem Projekt Virtuelles Institut MarTech erneut Akzente in der wissenschaftlichen Geräteentwicklung auf dem Gebiet der Meerestechnik gesetzt. Während einer vierwöchigen Forschungsreise vor der Küste Pakistans im November 2007 konnte in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen und dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM im DFG-Forschungszentrum Ozeanränder erfolgreich ein an der Hochschule entwickeltes Gerät zur in-situ Gasblasenquantifizierung eingesetzt werden.

Weltweit sind zahlreiche Stellen bekannt, an denen Erdgas aus dem Meeresboden austritt. Hauptbestandteil dieses Erdgases ist meistens Methan, einem Gas, welches neben Kohlendioxyd, als hauptverantwortlich für den Treibhauseffekt angesehen wird. Jedoch ist bisher zum größten Teil unbekannt, wo solche Gasaustritte am Meeresboden zu finden sind und wie viel Gas an den bisher bekannten Stellen tatsächlich austritt. Eine Quantifizierung des Gases ist allerdings von besonderer Bedeutung für die Prognosen zum Klimawandel.

Bisher gab es weltweit noch kein optisches System, welches in der Tiefsee erfolgreich zur Gasmengenbestimmung eingesetzt werden konnte. In diesem Kontext entstand innerhalb des Studiengangs PEET die Idee zur Entwicklung und Anwendung des ‚Bubblemeters’, einem Gerät mit dem man Gasflussraten in der Tiefsee bestimmen kann. Die Entwicklung wurde in besonderem Maße durch die Zusammenarbeit mit Prof. Zielinski, Leiter des Studiengangs ‚Maritime Technologien’, bereichert. Sie ist ein Beispiel dafür, dass der Standort Bremerhaven nicht nur einen Akzent in der Ausbildung von hochqualifizierten Spezialisten für die Meerestechnik setzt, sondern mit dem Projekt MarTech, einen weiteren ergänzend Schritt geht. Es wird zusätzlich moderne Geräteentwicklung betrieben, welche unmittelbar als ‚cutting edge technology’ an der Vorfront der Wissenschaft zum Einsatz kommt.

Die Hochschule Bremerhaven ist neben dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM, dem Max Planck Institut für Mikrobiologie und dem Alfred Wegener Institut eines von vier Gründungsmitglieder des Virtuellen Institutes MarTech. Prof. Schütz und Prof. Grossmann waren maßgeblich bei der Initiierung dieses Projekts im Rahmen des Impuls und Vernetzungsfond der Helmholtzgesellschaft beteiligt. Ziel dieses Projektes ist es die Kooperation der Projektpartner zu fördern und gemeinsame Interessen in der Forschung sowie in der Geräteentwicklung zu stärken. Die Zusammenarbeit kennzeichnet sich insbesondere durch ihren interdisziplinären Ansatz sowie durch Synergie bedingte neu entstehende Ressourcen aus.

Zugehörige Dokumente

Zurück zur Übersicht