Spitzenplatz bei Forschungsförderung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit dem Programm FHprofUnd speziell die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen. Jetzt hat das Ministerium die Ergebnisse der eingegangenen Anträge evaluiert. Unter den 101 beteiligten Fachhochschulen von insgesamt rund 160 konnte sich die Hochschule Bremerhaven mit Rang 14 in der Spitzengruppe etablieren.

„Dies führt zu einer positiven Ausgangslage für unsere weitere Beteiligung“, so Prof. Peter Ritzenhoff, Konkrektor für Forschung an der Hochschule Bremerhaven.
Seit der Ausschreibung für 2007 werden speziell Verbünde von Fachhochschulen mit Unternehmen gefördert. Wesentliche Ziele sind ein intensiverer Wissens- und Technologietransfer in die Unternehmen und bessere forschungsnahe Qualifizierungsmöglichkeiten für Studierende und Forschungspersonal. Das trifft auf die geförderten Bremerhavener Projekte zu. In der letzten Förderrunde war seitens der Hochschule der Antrag von Prof. Matthias Nagel (Lebensmitteltechnologie) mit dem Titel: „Neue mikrobielle Phytasen als Additive in Futtermitteln“ erfolgreich. In der Ausschreibung des letzten Jahres wurde bereits das Projekt „Minderung von Abgasemissionen aus Gasnitrierprozessen“ unter der Leitung von Prof. Brigitte Haase (Angewandte Chemie) bewilligt.
In beiden Projekten sind Unternehmen beteiligt, die aus den praxisrelevanten Entwicklungen direkten Nutzen ziehen können. Eine weitere Besonderheit besteht in den Kooperationen mit Instituten der Universität Bremen, die in die Forschungen eingebunden sind. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter beider Projekte wurden als Absolventen der Hochschule von den jeweiligen Fachbereichen der Universität als Doktoranden angenommen. Damit stärken die Projekte die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft und dienen gleichzeitig der wissenschaftlichen Qualifizierung besonders geeigneter FH-Absolventen.
„Zu der guten Platzierung im bundesweiten Forschungsprogramm haben neben der Bewilligung der genannten Projekte auch die Anzahl und Qualität der nicht geförderten Anträge der Hochschule beigetragen“, erläutert Ritzenhoff. Aufgrund der in der Vergangenheit noch unter 10 Prozent liegenden Erfolgsquote konnten einzelne Anträge trotz vorliegender Förderempfehlungen seitens der Gutachter nicht finanziert werden. Um die Erfolgsquote zu steigern, wurde vom BMBF sowohl eine deutliche Ausweitung des Programmvolumens beschlossen als auch gleichzeitig eine Quotierung der Anzahl der einzureichenden Anträge vorgenommen.
In der letzten Ausschreibung konnten zwei Anträge der Hochschule eingereicht werden. Resultat der vorliegenden Evaluation ist, dass die Hochschule bei der nächsten Ausschreibung, die voraussichtlich noch im Mai erfolgen wird, mit drei Anträgen einen Antrag mehr einreichen darf – und damit die zukünftigen Förderaussichten weitaus höher sind.

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