Tai Ji nach Seminarschluss

Er ist Jamaikaner, lebt in Norwegen und kann sich rühmen, Großmeister im Tai Ji zu sein: Im August reist Kenneth Johnson an die Wesermündung, um den Teilnehmern der Summer School der Hochschule Bremerhaven beizubringen, wie sie die fernöstliche Kampfsportart zum Stressabbau im Management nutzen können. Und das ist nur ein Highlight der Summer School, die vom 27. Juli bis 10. August ihre Tore öffnet.

Bereits zum fünften Mal bietet die Hochschule Bremerhaven ihre International Summer School an. In diesem Jahr kommen die Teilnehmer aus Russland, Japan, Usbekistan, Indien, Ägypten, Spanien, Polen und Deutschland. Es sind so viele wie noch nie: 46 Studierende haben sich angemeldet. Dozenten aus neun Ländern – USA, Japan und Europa – unterrichten sie. In diesem Jahr lautet das Thema „Management of Change“: Hier geht es um das Phänomen und die Bewältigung des permanenten Strukturwandels in den Bereichen Politik und Gesellschaft, Märkte und Unternehmen sowie bei neuen Technologien. Ein Spezialkurs „Changes in International Finance Markets“ ist „reserviert“ für eine Gruppe von 11 Studierenden aus Usbekistan. Die jungen Leute, die bereits ihren Bachelor und Master in der Tasche haben, sollen hier mit internationalem „Schliff“ exklusiv auf ihre künftigen Führungspositionen in der nationalen Zentralbank Usbekistans vorbereitet werden.

Neben dem umfangreichen Kursprogramm werden die Summer-School-Teilnehmer aber auch Bremerhaven und die norddeutsche Region kennenlernen. In der Seestadt werden sie eine Fahrt mit dem Hafenbus unternehmen und das Deutsche Auswandererhaus besuchen. In Bremen und Hamburg haben sie Gelegenheit, die Stadt beim Einkaufsbummel zu erkunden. Hochseeluft schnuppern können alle beim Helgoland-Törn. Vier Unternehmensbesuche stehen auf dem Terminkalender: bei der Lloyd Werft, der Lürssen Werft in Vegesack, der Firma Becks’ in Bremen sowie bei der Hamburger Helm AG, dem weltweit größten Chemikalienhändler.

Zwei Teilnehmer aus Kaliningrad haben, wie bereits im vergangenen Jahr, ein Stipendium der Stadt Bremerhaven bekommen, das von der Sparkasse Bremerhaven getragen wird: Kaliningrad ist Partnerstadt der Seestadt. Für eine hiesige Studentin hat die Frauenorganisation Soroptimist International ein Stipendium gestiftet.

Finanziell stark unterstützt wird die Summer School ferner von der Lloyd Werft, der Spedition Brauns International, dem Förderverein der Hochschule und der örtlichen Industrie- und Handelskammer.

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