1 Million Euro aus der Wirtschaft ermöglichen Masterstudiengang Windenergietechnik

v.l.n.r.: Niels Erdmann, Prof. Henry Seifert, Prof. Dr. Dr. h.c. Josef Stockemer, Claus Brüggemann, Nils Schnorrenberger, Verena Beckhusen, Dr. Guido Brune, Volker Köhne
v.l.n.r.: Niels Erdmann, Prof. Henry Seifert, Prof. Dr. Dr. h.c. Josef Stockemer, Claus Brüggemann, Nils Schnorrenberger, Verena Beckhusen, Dr. Guido Brune, Volker Köhne
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Die Branche boomt – und die Nachfrage nach Windenergieexperten ist weiterhin ungebrochen. Als erste und einzige Hochschule in Deutschland bildet die Hochschule Bremerhaven ab dem kommenden Wintersemester auf Bachelor- und Masterniveau Ingenieure für die Windenergiebranche aus. Dies wurde dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Firma Multibrid GmbH, der Sparkasse Bremerhaven, der Bremer Landesbank, der Beluga Shipping GmbH und der Germanischen Lloyd AG möglich. Mit den von den Unternehmen insgesamt zur Verfügung gestellten
1 Million Euro kann die Hochschule zwei Stiftungsprofessuren einrichten und somit den Masterstudiengang Windenergietechnik anbieten.

„Mein Dank gilt in erster Linie den fünf Stiftern, die damit nicht nur Verantwortung für den Wirtschafts- und den Wissenschaftsstandort Bremerhaven übernehmen, sondern auch die Bedeutung und ihr Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Hochschule zum Ausdruck bringen“, so Prof. Dr. Josef Stockemer, Rektor der Hochschule Bremerhaven. Besonders dankte der Rektor dem Senator für Wirtschaft und Häfen Ralf Nagel, Oberbürgermeister Jörg Schulz und der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung GmbH (bis bremerhaven), namentlich Nils Schnorrenberger, Bereichsleiter der Wirtschaftsförderung, durch dessen Engagement und außerordentlichen persönlichen Einsatz eine schnelle Einwerbung der Mittel gelungen ist.

So übernimmt die Multibrid GmbH die insgesamt 5. Stiftungsprofessur an der Hochschule Bremerhaven alleine. In den kommenden fünf Jahren werden der Hochschule dafür 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Ohne Unterstützung durch die Wissenschaft ist die Zukunft der Windenergie kaum denkbar. Wir sind auf gut ausgebildete Ingenieure angewiesen, insbesondere mit Spezialwissen aus der Windenergie und freuen uns in dieser Form einen Beitrag leisten zu können“, begründet Geschäftsführer Niels Erdmann das Engagement der Multibrid GmbH.

Durch das Konsortium von vier weiteren Unternehmen wird darüber hinaus eine weitere Stiftungsprofessur eingerichtet. Die Beluga Shipping GmbH unterstützt die Einrichtung mit insgesamt 150.000 Euro in den kommenden fünf Jahren. „Wir sind überzeugt, dass insbesondere der Nordwesten Deutschlands nachhaltig geprägt ist von der guten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Nicht nur auf dem Maritimen Campus in Elsfleth (Niedersachsen), sondern auch hier im Land Bremen, genauer gesagt an der Hochschule Bremerhaven, fruchtet dieses Engagement mehr und mehr“, so der geschäftsführende Gesellschafter der Beluga Shipping GmbH, Niels Stolberg.
Die Städtische Sparkasse Bremerhaven und die Bremer Landesbank geben jeweils 125.000 Euro. „Für uns ist es bereits die vierte Stiftungsprofessur, die wir begleiten. Das spiegelt wider, welche besondere Bedeutung wir der Hochschule für den Wirtschaftsstandort Bremerhaven beimessen“, so Claus Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bremerhaven, zum Engagement seines Hauses.

„Das regionale Aufkommen an regenerativen Energieträgern stellt eine einmalige Kombination von Standortangeboten für die Energiewirtschaft dar“, so Dr. Guido Brune, Mitglied des Vorstands der Bremer Landesbank, „Bremerhaven und Bremen haben sich als führende Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandorte für die Windenergie fest etabliert. Wir sind bereits 1991 in die Finanzierung von Windkraftanlagen eingestiegen und gehören heute zu den bedeutendsten Partnern in diesem Segment. Darüber hinaus engagieren wir uns für die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: nicht nur finanziell sondern auch durch aktive Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Beiräten.“

Mit der Einrichtung der Stiftungsprofessuren reagiert die Hochschule Bremerhaven auf die hohe Nachfrage an qualifiziertem Nachwuchs im Bereich Erneuerbare Energien. „Konzeption und Inhalte des Studiengangs orientieren sich eng am Bedarf der Windindustrie“, so Volker Köhne, Regional Business Manager Renewables Europe Germanischer Lloyd. „Wir sind überzeugt, dass mit dieser Einrichtung exzellente Bedingungen geschaffen werden, um die Entwicklungspotenziale der Zukunftstechnologie Windenergie in Deutschland weiter ausschöpfen zu können. Mit unserem Fachausschuss Windenergie, der sich aus Vertretern von Herstellern, Instituten, Universitäten, Behörden und Verbänden zusammensetzt, engagiert sich der Germanische Lloyd seit vielen Jahren für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Deshalb freuen wir uns, die Hochschule Bremerhaven als Partner unterstützen zu können.“

„Mit diesen Stiftungsprofessuren können wir nun dem dringenden Bedarf seitens der Wirtschaft nachkommen“, freut sich Prof. Stockemer. Neben dem bereits bestehenden Schwerpunkt Windenergie und Meerestechnik im Bachelorstudiengang Maritime Technologien können Ingenieure sich dann im Masterstudiengang weiter im Bereich Windenergietechnik qualifizieren. „Durch das Engagement der Wirtschaft und die zügige Einrichtung des Masterstudienganges Windenergietechnik durch die Hochschule ist ein sehr wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung des Windenergiestandortes Bremerhaven gelegt“, ergänzt Nils Schnorrenberger für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft bis.

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