„An Türklinken sind weniger Bakterien als in Spucke“

Sie haben geschraubt, gelötet, gemessen und gelernt: 34 Mädchen tauchten beim Schnupperstudium an der Hochschule Bremerhaven eine Woche lang in die spannende Welt der Technik ein. Was sie dabei über Genetik, Konstruktionstechnik, maritime Technologien und Computer gelernt haben, präsentierten sie nach einer Woche Schnupperstudium ihren Familien bei einer großen Abschlussveranstaltung in der Alten Mensa der Hochschule Bremerhaven.

In vier Experten-Gruppen traten die Elf- bis Dreizehnjährigen vor das Publikum und verblüfften mit ihrem Fachwissen. So erklärten die jungen Meerestechnikerinnen, wie man mit Hilfe einer Secchi-Disk, einem speziellen Messgerät, die Trübung des Wassers abschätzen kann, während die frisch gebackenen PC-Spezialistinnen den Computer vorführten, den sie selbst zusammengebaut hatten. Angehende Konstrukteurinnen erläuterten den Weg von der Skizze bis zum Ohrring und der Genetik-Workshop machte mit Erkenntnissen über DNA und Hygienetests Furore. „An Türklinken sind weniger Bakterien als in Spucke“, lautete das Testergebnis der Nachwuchswissenschaftlerinnen.

Aber damit nicht genug: Auch mit traditionellen Tänzen, Jazz Dance-Einlagen und Hip Hop-Choreografien ließen die Schülerinnen das Parkett beben und die Zuschauer staunen. Auf dem Stundenplan des Schnupperstudiums standen nämlich nicht nur Technik-Workshops, sondern auch Bewegung, Rhythmus und Entspannungsübungen. Letztere sponserte die Techniker Krankenkasse.

Zum sechsten Mal bot die Hochschule in Kooperation mit der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) Schülerinnen der sechsten und siebten Klasse die Chance, eine Woche lang in technische Studiengänge hereinzuschnuppern. „Es geht darum, Mädchen für die Zukunftsberufe zu begeistern“, so die Landesbeauftragte für Frauen, Ulrike Hauffe bei der Abschlusspräsentation. Gemeinsam mit Prof. Peter Ritzenhoff, Konrektor für Studium, Lehre und Forschung, verlieh sie den Schnupperstudentinnen zum Abschluss ein Zertifikat. „Ich hoffe, dass ihr etwas mitgenommen habt, das euch weiter trägt“, sagte Prof. Ritzenhoff, „Wir an der Hochschule fanden es auf jeden Fall toll und erfrischend, mit euch zu arbeiten.“

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