Energieversorgung mittels Wind - Verfahrenstechnischer Tag ein großer Erfolg

Für Gespräche und Diskussionen blieb auch am „Verfahrenstechnischen Tag“ auch Zeit.
Für Gespräche und Diskussionen blieb auch am „Verfahrenstechnischen Tag“ auch Zeit.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

„Windenergie unter verfahrenstechnischen Aspekten“ – zu diesem Thema veranstaltete der Verein zur Förderung verfahrenstechnischer Studiengänge an der Hochschule Bremerhaven e.V. in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Process Engineering and Energy Technology (PEET) eine Vortragsreihe. Über 80 interessierte Studierende, Mitarbeiter und Externe hörten insgesamt fünf Beiträge zur Energieversorgung mittels Wind. Insbesondere Entwicklungstendenzen und Strategien, die sich mit verfahrenstechnischen Aspekten bei der Windenergie beschäftigen, standen dabei im Mittelpunkt.

Als erstes berichtete Dipl.-Ing. Tim Braun von der Firma MARC Power GmbH aus Bremerhaven über die Schwierigkeiten im Rahmen des Baus und Einsatzes vom H-Rotor. Das Konzept für solch ein Windrad wurde einst unter Leitung von Prof. Friedrich Zastrow an der Hochschule Bremerhaven mitentwickelt. Es arbeitet mit einer vertikalen Drehachse und muss daher dem Wind nicht nachgeführt werden. Nachteilig ist dagegen, dass die Rotorblätter stark auf Wechselbiegung beansprucht werden, somit sind nur kleine Anlagen mit einer Leistung von bis zu ca. 5 kW entwickelt worden.

Im zweiten Vortrag referierte Dipl.-Ing. Jan Rispens von der Windenergie- Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. über die Offshore- Windenergieplanungen, wobei er insbesondere auf die Perspektiven für den Industriestandort Bremerhaven einging. Nach einer kurzen Pause referierte Dr.-Ing. Christoph Wolters von der Firma GE Wind Energy GmbH aus Salzbergen über die Rotorblattfertigung und -prüfung. Er stellte die jüngste Anlagenentwicklung im Megawattbereich vor und erläuterte die Verfahren zur Herstellung der Rotorblätter von bis zu 160 m.

Im Anschluss erläuterte Dipl.-Ing. Bastian Biedermann von der Firma WeserWind GmbH aus Bremerhaven die Herstellungsverfahren von Unterkonstruktionen für Offshore-Windanlagen. Solche Unterkonstruktionen müssen Wassertiefen von über 30 m überbrücken und dabei auch Kräfte in den Untergrund ableiten, die aus Winden mit Orkanstärke herrühren. Im letzten Vortrag erläuterte Dipl.-Ing. Andre Kiwitz von der Firma GzE mbH aus Bremerhaven die Möglichkeiten zum „Repowering“ von bestehenden Windkraftanlagen. Beim Repowering werden bestehende kleine Windenergieanlagen durch leitungsfähigere ersetzt. Dass die Größe wichtig ist, weil in höheren Luftschichten keine Hindernisse den Wind behindern, zeigte er am Beispiel des Windparks Weddewarden in Bremerhaven auf.

Insgesamt war der „Verfahrenstechnische Tag“ ein großer Erfolg. Im Anschluss an die Vorträge war noch ein reger Austauch untereinander möglich.

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