Erzieher geben durch „Haus der kleinen Forscher“ Experimentierfreude weiter

Was tun mit Strohhalmen, Wollknäuel und Seifenlauge? Und wozu dienen Pipette, Filzstift und ein Glas Wasser? Vor diesen Fragen standen 15 Erzieher, die am Einführungsworkshop für das „Haus der kleinen Forscher“ teilnahmen. In der Hochschule Bremerhaven entdeckten die Mitarbeiter von Kindertagesstätten (Kita) durch eigene Experimente, wie sich bei Vorschulkindern das Interesse für Naturwissenschaft und Technik wecken lässt.

„Es geht darum, die Freude am Experimentieren weiterzugeben“, erklärte Stefanie Uhe von der Kontaktstelle Schule-Hochschule an der Hochschule Bremerhaven. Mittlerweile beteiligten sich dreiviertel aller Bremerhavener Kindergärten beim „Haus der kleinen Forscher“. „Auf diese Weise fangen wir als Hochschule ganz früh damit an, den Nachwuchs für Naturwissenschaften zu begeistern“, so Uhe.

Zusammen mit Winfried Hebold-Heitz (Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung), Jutta Rothe (Fachberaterin im Amt für Soziales, Familie, Jugend und Frauen im Magistrat der Stadt Bremerhaven) und Werner Köhler (Phänomenta) bildet Stefanie Uhe das Trainerteam der Bildungsinitiative in Bremerhaven. Die bundesweite Initiative, die von der Helmholtz-Gemeinschaft, McKinsey&Company, der Siemens AG und der Dietmar Hopp Stiftung getragen wird und unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Anette Schavan steht, will frühkindliche Bildung fördern und unterstützt Erzieher dabei, Kinder bereits im Vorschulalter für naturwissenschaftliche Phänomene zu begeistern. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in der Seestadt u.a. Workshops für Erzieher angeboten.

Während des aktuellen Einführungsworkshop erklärten die Trainer zunächst das pädagogische Leitkonzept. In Kleingruppen erarbeiteten die Erzieher Antworten auf die Fragen „Was bedeutet Lernen?“ und „Wie lassen sich Lernfortschritte bei Kindern feststellen?“. In einer Vielzahl von Experimenten zum Thema Wasser testeten die Teilnehmer im Anschluss ihren eigenen Forschergeist – ob bei der Produktion von Seifenblasen, durch Testreihen zum Wasserdruck in einer Flasche oder bei der Untersuchung der Farbzusammenstellung in schwarzen Filzstiften. „ Es ist toll, zu sehen, mit was für kleinen Dingen man schon spannende Sachen machen kann“, so Anja Schwittlinsky, Erzieherin in der Kindertagesstätte Neuemoorweg.

Die Experimentierfreude werden die Teilnehmer nun in ihre Kitas tragen und in einem zweiten Vertiefungsworkshop im Februar darüber berichten.

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