Hochschule Bremerhaven als „familiengerechte hochschule“ zertifiziert

v.l.n.r.: Karsten Gerlof und Dr. Ursula von der Leyen
v.l.n.r.: Karsten Gerlof und Dr. Ursula von der Leyen
Quelle: Hertie-Stiftung / Sven Lambert

„Uns ist wichtig, dass Familienfreundlichkeit auch gelebt wird und alle daran mitwirken“, so Karsten Gerlof bei der Zertifikatsverleihung. In Berlin nahm der Kanzler der Hochschule Bremerhaven jetzt die Auszeichnung „familiengerechte hochschule“ der berufundfamilie gGmbH von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ursula von der Leyen entgegen. Damit gehört die Hochschule Bremerhaven zu den derzeit 74 zertifizierten Hochschulen in Deutschland, die sich die Familienfreundlichkeit zum Ziel gesetzt haben. Bereits im April war die Hochschule am Meer von der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales Ingelore Rosenkötter in der Oberen Rathaushalle in Bremen ausgezeichnet worden.

Um das Grundzertifikat von der berufundfamilie gGmbH zu erhalten, hat die Hochschule Bremerhaven in den letzten Monaten den Status quo der bereits angebotenen Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie erfasst. Anschließend erarbeiteten Hochschulmitarbeiter und Studierende gemeinsam unter Anleitung einer Auditorin konkrete Maßnahmen und Ziele zur Verbesserung der Familiengerechtigkeit. Das Ergebnis, das als Maßnahmenkatalog vorgelegt wurde, muss die Hochschule nun in den nächsten drei Jahren umsetzen, um nach erneuter Prüfung das endgültige Qualitätszertifikat zu bekommen.

Bereits vor zehn Jahren gründete die Gemeinnützige Hertie-Stiftung die berufundfamilie gGmbH. Mittlerweile zählt das audit familiengerechte hochschule bundesweit zu den herausragenden Kompetenzträger bei Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Die zertifizierten Institutionen zeigen jeden Tag aufs Neue, wie Familienbewusstsein erfolgreich gelebt wird“, sagte Schirmherrin und Bundesfamilienministerin von der Leyen.

Die Hochschule Bremerhaven verfügt bereits über eine Menge Maßnahmen, dazu zählen u.a. die gleitende Arbeitszeit zum Beispiel, eine Reihe von Teilzeitbeschäftigungen und die Möglichkeit, Arbeiten zu Hause zu erledigen. Und auch die Studierenden haben Möglichkeiten: Wenn beispielsweise ein Kind krank ist, können sie individuelle Absprachen mit den Professoren treffen. Mit der Auditierung soll das Ganze aber systematisiert werden, zum Beispiel das Nachholen von Prüfungsleistungen ermöglichen. Darüber hinaus ist von den Studierenden der Wunsch nach einer Kinderbetreuung an der Hochschule an das Rektorat herangetragen worden. Zurzeit kümmern sich Arbeitsgruppen um die Vereinbarkeit von Studium, Lehre und Familien. Die Kinderbetreuung und eine Ferienbetreuung für Schulkinder sind weitere Themen.

Weitere Informationen zum audit berufundfamilie: www.beruf-und-familie.de

Zugehörige Dokumente

Zurück zur Übersicht