Hochschule Bremerhaven neues Mitglied im Kompetenzzentrum für Höchstleistungsrechnen

v.ln.r.: Prof.Dr. Peter Ritzenhoff (Konrektor Hochschule Bremerhaven), Dr. Christian Hamm (AWI), Prof. Dr. Stephan Frickenhaus (Hochschule Bremerhaven und AWI), Dr. Michael Schröter (BremHLR), Prof. Dr. Wolfgang Hiller (Universität Bremen/BremHLR und AWI)
v.ln.r.: Prof.Dr. Peter Ritzenhoff (Konrektor Hochschule Bremerhaven), Dr. Christian Hamm (AWI), Prof. Dr. Stephan Frickenhaus (Hochschule Bremerhaven und AWI), Dr. Michael Schröter (BremHLR), Prof. Dr. Wolfgang Hiller (Universität Bremen/BremHLR und AWI)
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Um im Rahmen von zwei Forschungsprojekten Anschluss an die Rechnertechnologie der Zukunft zu bekommen, trat die Hochschule Bremerhaven kürzlich dem Kompetenzzentrum für Höchstleistungsrechnen Bremen (BremHLR) bei. Bereits im Jahre 2003 unterzeichneten die Universität Bremen, die Jacobs University Bremen und das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung eine Kooperation mit dem Ziel, Projekte im wissenschaftlichen Rechnen insbesondere im Land Bremen zu fördern und Wissenschaftler darin zu unterstützen. Dabei lag der fachliche Fokus auf Projekten zur Modellierung in der Klima- und Erdsystemforschung.

Jetzt stehen neue Forschungsrichtungen im Fokus der Projektentwicklung, an denen auch die Hochschule Bremerhaven beteiligt ist. Prof. Stephan Frickenhaus (Alfred-Wegener-Institut/Hochschule) begleitet für das BremHLR das Thema „Finite-Elemente Simulationen zur Struktur- und Schwingungsmechanik in der bionischen Leichtbau-Konstruktion“ im Verbund mit Prof. Norbert Buro (Hochschule Bremerhaven) und Dr. Christian Hamm (Alfred-Wegener-Institut, imare). Ein weiteres Projekt befasst sich mit der molekularen Dynamik-Simulation von Bio-Membranen und darin enthaltenen Ionen-Kanälen (Prof. Stephan Frickenhaus, AWI/Hochschule, in Kooperation mit Prof. Martin Zacharias und Prof. Ulrich Kleinekathöfer, beide Jacobs University Bremen). Beide Themen tragen zur Profilbildung der Hochschule im Bereich von Windkraft und der weiteren Vernetzung in der Biotechnologie bei.

Mit der feierlichen Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen 30 Mio. Euro teuren Supercomputers der Firma SGI für den HLRN am 3. Juli am Konrad-Zuse-Zentrum in Berlin wird ein wichtiger Schritt gemacht. „Damit wird allen Wissenschaftlern des Landes Bremen der Zugang zu einem Höchstleistungsrechnersystem mit im internationalen Vergleich herausragender Rechnerleistung ermöglicht", so Prof. Dr. Wolfgang Hiller, Professor für Wissenschaftliches Rechnen am AWI und der Universität Bremen und Initiator von BremHLR. Das System mit über 300 TeraFlop/s theoretischer Rechenleistung (300 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) und mit über 56 TeraByte Hauptspeicher im Vollausbau ist 60 mal schneller als das derzeitig am HLRN installierte System. An den beiden Standorten Berlin und Hannover wird dann im Vollausbau in 2009 mit 25.000 Prozessorkernen eines der leistungsfähigsten nationalen Rechnersysteme bereitgestellt. Alle Bremer Projekte der Bereiche Satellitenfernerkundung, Modellierung im Rahmen von Klima- und Erdsystemforschung und zukünftig auch der Materialforschung sowie Molekularbiologie, können damit neue Problemstellungen von bisher unerreichter Komplexität bearbeiten.

Finanziell wird das BremHLR mit seiner Geschäftstelle an der Universität Bremen im Zentrum für Technomathematik von den Partnereinrichtungen und der Senatorin für Bildung und Wissenschaft Bremen getragen.

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