Hochschule Bremerhaven unterstützt „jugend forscht“-Teilnehmer

Welchen Einfluss haben Windgeschwindigkeit, Lagerreibungen und die Stabilität auf eine Windkraftanlage? Um dies zu simulieren, entwickelten Daniel Erben und Martin Prinzler ein Computerprogramm. Im Rahmen des bundesweiten Nachwuchswettbewerbs „jugend forscht“ haben die beiden Schüler des Schulzentrums an der Börderstraße eine realitätsnahe Simulation erarbeitet. Sie bietet die Möglichkeit, eine beliebige Windkraftanlage unter freiwählbaren Bedingungen zu beobachten und zu testen. Unterstützt wurden sie dabei von Prof. Dr. Friedrich Zastrow. Der Professor der Hochschule Bremerhaven zeigte den beiden Schülern die Geheimnisse der Theorie.

Insbesondere beim Verständnis des physikalischen Hintergrunds konnte der Professor dem Forschernachwuchs unter die Arme greifen. So besuchten die Beiden ein Semester lang die Vorlesung „Theorie einer Windkraftanlage“ und besprachen ihre Überlegungen bzgl. der Programmierung mit dem Technischen Mitarbeiter Heiko Schier. Neben dem Alltag an der Hochschule lernten Erben und Prinzler auch einen neuen Rotortyp kennen: den H-Rotor. Dieser verfügt statt über die normale horizontale Achse über eine vertikale und bietet viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Windkraftanlagen.

Mit dem neu gewonnen Wissen programmierten die Nachwuchsforscher etwa ein Jahr lang mit Hilfe von NetLogo ihre Simulation. Dabei können vom Benutzer viele unterschiedliche Parameter bei verschiedenen Windkraftanlagen (normale, horizontalachsige, H-Rotoren und Twister) eingestellt werden. In einem übersichtlich angeordneten Bereich des Bildschirms werden dann die Messwerte zur Beurteilung ausgegeben. Diese Simulation bietet viele Möglichkeiten, Windkraftanlagen zu testen und diese beispielsweise auf ihre Rentabilität hin zu beurteilen.

Bei „jugend forscht“ präsentierten die Beiden, unterstützt von ihrer Physiklehrerin Barbara Winter, schließlich ihr Ergebnis. Die Jury honorierte die Arbeit mit dem zweiten Platz im Bereich „Mathematik/Informatik“. Außerdem erhielten sie drei Sonderpreise des Verbandes Deutscher Ingenieure (VDI) im Bereich „Elektronik - Energie - Informationstechnik". Insgesamt winkte ein Preisgeld von 700 Euro.

Unter dem Motto „Viva la Neugier“ haben insgesamt über 10.000 Jugendliche an der aktuellen Runde des Wettbewerbs mitgemacht. Jugend forscht ist ein Wettbewerb für Nachwuchsforscher in Technik und Naturwissenschaften. 1965/1966 wurde er zum ersten Mal ausgetragen.

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