Institut für marine Ressourcen wird selbstständig

 

Mit seiner Entscheidung sicherte der Haushalts- und Finanzausschuss des Landes Bremen nun endgültig das Fortbestehen des Instituts für marine Ressourcen (imare). Damit folgte der Ausschuss der Empfehlung der Deputation für Wirtschaft und Häfen sowie dem Ausschuss für Wissenschaft und Forschung, insgesamt fünf Millionen Euro bis zum Jahre 2013 seitens des Landes Bremen in die wissenschaftliche Arbeit im Bereich Meeresforschung zu investieren. Die Hälfte davon kommt vom Land, die andere Hälfte aus europäischen EFRE-Mitteln.

„Wir freuen uns, dass nach der erfolgreichen Pilotphase das Institut auch weiterhin seine Arbeit intensiv fortsetzen kann“, so Prof. Dr. Oliver Zielinski, Leiter des imare. Zum Jahreswechsel werde das bisher als Kooperationseinrichtung von Hochschule Bremerhaven und Alfred-Wegener-Institut (AWI) geführte Institut für marine Ressourcen selbstständig. An den Zielen und den Arbeitsgebieten ändert sich aber nichts: Das imare wird weiterhin auf fünf meereswissenschaftlichen Feldern tätig sein: Sensorik, Marine Aquakultur, Biodiagnostik, Marine Strukturen und Blaue Bioindustrie. Im Vordergrund stehen dabei, die umfangreichen Forschungsergebnisse des Alfred-Wegener-Instituts und das Know-How der Hochschule Bremerhaven für industrielle Verfahren und Produkte nutzbar zu machen.

Bereits in den ersten 14 Monaten der Pilotphase bearbeitete das imare-Team 26 Projekte, in denen Forschungsmittel von 1,65 Millionen Euro und zusätzlich knapp 2 Millionen Euro von beteiligten Firmen bewegt wurden. 48 weitere Themenstellungen würden bereits vorbereitet. So beschäftigen sich die Mitarbeiter des imare beispielsweise mit Fragen wie: Lassen sich aus den „Bauplänen“ kleinster Meereslebewesen Konstruktionen für Leichtbauprodukte oder Verbundwerkstoffe ableiten, die besonders leicht und stabil sind? Oder: Können die Gründungsstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen zur Muschelzucht genutzt werden? Dabei wendet sich imare speziell an Unternehmen aus der Region.

Aus Sicht von Wirtschaftssenator Ralf Nagel und Wissenschaftssenatorin Renate Jürgens-Pieper passt das imare perfekt zum beabsichtigten Ausbau des Wissenschaftsbereiches als Triebfeder des Strukturwandels. Gleichzeitig halte dieser Schritt den Standort Bremerhaven auch für andere Firmen interessant und schafft Wissenspotenziale, die in weiteren Ausgründungen und neuen Ansiedlungen münden könnten. „An diesem wichtigen Projekt erkennt man die Bedeutung der Hochschule Bremerhaven für die strukturelle Entwicklung der Stadt und ihrer Region. Deshalb freue ich mich, dass es gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort gelungen ist, Mittel für die Verstetigung des Projektes bereit zu stellen“, so die Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Renate Jürgens-Pieper.

„Unser Ziel ist es, das imare in fünf Jahren als namhaftes Forschungsinstitut und erfolgreicher Partner für die Wirtschaft weiter zu etablieren“, so Prof. Zielinski. Prof. Dr. Josef Stockemer, Rektor der Hochschule Bremerhaven ergänzt: „Dank der guten Zusammenarbeit zwischen dem Land Bremen und den Planern des Instituts und der gewährten Starthilfe ist der Weg dafür nun frei.“

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