Auf großer Expedition: Schüler bei der Kinder-Uni

Lernen fleißig - Schüler bei der Kinder-Uni
Lernen fleißig - Schüler bei der Kinder-Uni
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Ganovenjagd, Rap und bunte Algen - die Nachwuchs-Studierenden, die sich bei der fünften Kinder-Uni der Hochschule Bremerhaven einen Platz im Hörsaal erobert hatten, erlebten einen ganzen Vormittag wie aufregend und vielseitig Wissenschaft sein kann. Insgesamt 510 Kinder waren am 30. Mai an die Karlstadt gekommen, um den Vorlesungen der Hochschullehrer zu lauschen, eine große Portion Wissen zu tanken und Stempel für den Expeditionspass zu sammeln.


In diesem Jahr war die Kinder-Uni nämlich Pass-Station der „Forschungsexpedition Deutschland“, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Zuge des Wissenschaftsjahres 2009 initiiert hat. Wissensdurstige Kinder, die eine Expedition durch die Forschungseinrichtungen der Republik unternehmen, bekommen hierfür Stempel in ihren Expeditionspass. Wer bis zum 30. November mindestens fünf Stempel gesammelt hat, hat die Chance eine echte Forschungsreise zu gewinnen.

Los ging es mit Prof. Dr. Oliver Zielinski und der Frage „Warum ist das Meer blau?“. Der Leiter des Instituts für Marine Ressourcen (IMARE) und Hochschullehrer im Studiengang Maritime Technologien lotste die Acht- bis Zwölfjährigen durch die Tiefen der Ozeane und Küstenmeere – mit Worten, Filmen und Animationen. Jetzt wissen die Kinder, dass die Farbe des Meeres von seinen Inhaltsstoffen bestimmt wird und auch dass die tiefste Stelle des Weltmeeres im Pazifik liegt und „Marianengraben“ heißt.

Im Anschluss verwandelte sich der Hörsaal kurzfristig in eine Polizeiwache: Vor seiner Vorlesung „Warum seh ich anders aus als du?“ verlangte Prof. Dr. Carsten Harms von allen Kindern einen Fingerabdruck, nach einer Einführung in die Baupläne des menschlichen Körpers schickte er sie dann selbst auf Ganovenjagd. Strichcodes wie die im Supermarkt mussten mit einem an die Wand projizierten Gen-Code abgeglichen werden. Auf diese Weise vermittelte Harms, Hochschullehrer im Studiengang Biotechnologie und Leiter des Bremerhavener Institut für biologische Informationssysteme (BIBIS), den Kindern, wie die DNA funktioniert. "Man fühlt sich hier drin viel größer als in der Schule und respektierter, weil da ein echter Könner am Werk ist und auch mal Späßchen macht", so die zehnjährige Vanessa.

Danach entführte sie Dr. Edmund Voges unter dem Motto „Why English?!“ nicht nur in die Welt der Fremdsprachen, sondern auch ins All. Mit einem englischen Rap über Pluto, Venus, Mars und Co trainierten die Steppkes Vokabular, Aussprache und Rhythmus. Für den „Planet Rap“ stellte ihnen Voges, der an der Hochschule die Fremdsprachen Englisch und Spanisch unterrichtet, zum Schluss sogar ein Zertifikat aus.

Nach drei Vorlesungen und mehreren Pit-Stopps in der Saft-Oase der AOK war der Wissensdurst der begeisterten Jung-Akademiker dann gestillt. Vorerst…

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