Dokumentarfilme des Studiengangs Digitale Medien begeistern Publikum

Studierende der Digitalen Medien vor der Leinwand im Deutschen Auswandererhaus bei der Premiere.
Studierende der Digitalen Medien vor der Leinwand im Deutschen Auswandererhaus bei der Premiere.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Starke Schnitte, intensive Bildsprache und ungewöhnliche Einblicke in den Alltag - die Premiere der Dokumentarfilme "Emos", "Stadtideale" und "Nachtaktiv" zeigte, was die Studierenden der Hochschule Bremerhaven drauf haben. Im komplett ausverkauften Kinosaal des Deutschen Auswandererhauses feierten die drei Streifen, die im Rahmen einer Projektarbeit des Bachelorstudiengangs Digitale Medien produziert wurden, einen großen Ersterfolg.

Ein dreiviertel Jahr lang arbeiteten die Filmteams - betreut von Prof. Dr. Holger Rada - an den Ideen, entwarfen Skripts und setzten diese um. Allen drei Produktionen, die unter dem Laben rec entstanden, bieten einen besonderen, gelungenen Blick auf das Vordergründige, vielleicht Banale.

So betrachtet der Film „Emos“ die gleichnamige Jugendkultur, die ursprünglich aus der Musikrichtung des Emotional Hardcore hervorgegangen ist. Vorm Bremer Hauptbahnhof, in einschlägigen Klamottenläden und auf Konzerten der Emocore-Band I.M.U. ergründete das Kamerateam, was oder wer sich hinter schwarz gefärbten Haaren und schnellen Gitarren-Riffs verbirgt, kurz - was oder wer Emos überhaupt sind. Spontan konnte sich das begeisterte Publikum gleich life eine Meinung bilden, als die Musiker von I.M.U. in die Saiten griffen und den Kinosaal mit feinstem Emocore überzogen.

Im zweiten Film „Stadtideale“ ging es um die Bremer Stadtplanung. Gemeinsam mit den Architekten vom „Autonomen Architektur Atelier“ machte sich das Publikum auf ungewöhnlichen Stadtspaziergänge durch Parkhäuser, Brachland und graue Gassen. Diese Sicht auf die Stadtplanung wird der offiziellen Position der Stadtbaudirektion gegenübergestellt. Dabei lässt der Film die bestechend nüchternen Bilder von Bürokomplexen, Weserufer und Straßenkreuzen für sich sprechen.

„Ein Mitarbeiter bitte zum Spirituosenschrank“ – wie ein roter Faden zieht sich dieser Satz durch den dritten Film „Nachtaktiv“, der das Kommen, Kaufen, Gehen und Arbeiten im 24-Stunden-Supermarkt in Bremerhaven beleuchtet. Von Freitagabend bis Samstagmorgen hat das Filmteam eindringliche Szenen eingefangen, in denen sich Menschen und Geschichten einer Nacht am Kassenband treffen.

Nach insgesamt 100 Filmminuten honorierte das Publikum die cineastische Leistung der Studierenden mit lang anhaltendem Applaus. Im Anschluss skizzierten die Filmteams die Zielsetzungen ihrer Produktionen und standen den begeisterten Zuschauer noch lange Rede und Antwort.

Zugehörige Dokumente

Zurück zur Übersicht