Erzieher sammeln Ideen und Inspirationen bei Netzwerktagung „Haus der kleinen Forscher“

Bei der ersten Netzerktagung präsentierten sich die Kindertagesstätten mit vielen originellen Ideen und Exponaten.
Bei der ersten Netzerktagung präsentierten sich die Kindertagesstätten mit vielen originellen Ideen und Exponaten.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Heuschreckeneier, Mikroskope und boxende Äpfel – die Ideen und Exponate, mit denen sich 90 Erzieher aus Bremerhavener Kindertagesstätten bei der Netzwerktagung „Haus der kleinen Forscher“ präsentierten, waren an Originalität kaum zu überbieten. „Ich habe schon so viele neue Inspirationen gesammelt. Diese Tagung ist wirklich toll“, freute sich Helga Paul, Erzieherin in der Kindertagesstätte Neidenburger Straße. Um den Dialog über das frühkindliche Experimentieren zu fördern, hatte das lokale Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“, das sich aus der Phänomenta, der Hochschule Bremerhaven, dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Hemholtz-Gemeinschaft und dem Amt für Jugend, Familie und Frauen zusammensetzt, die Erzieher erstmalig zu einem Forum eingeladen.

Neben dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch standen bei der Veranstaltung im Alfred-Wegener-Institut auch Workshops und Fachvorträge auf dem Programm. So ermutigte Dr. Johanna Pareigis die Erzieher, den Anfängergeist der Kinder unbedingt wach zu halten. Die Autorin des Buches „Anleitung zum Forschersein – Naturwissenschaft und Weltwissen für Kinder und Erwachsene“ gab in ihrem Vortrag praktische Tipps für lebendiges Forschen jenseits festgefahrener Experimentiertisch-Didaktik. Wie so etwas konkret aussieht, erfuhren die Teilnehmer in anschließenden Workshops. Bei Experimenten zu den Themen „Kann man Wasser stapeln?“ oder „Farbe, Licht und Sehen“ lernten sie neue Methoden zur Vermittlung naturwissenschaftlicher Phänomene kennen – und polierten zugleich ihre eigenen Kenntnisse auf. „Bevor ich die Dinge weitergebe, muss ich sie selbst richtig verstehen. Dafür sind diese Workshops sehr gut“, so Helga Paul.

Mit ihren Aktionen will die bundesweite Initiative „Haus der kleinen Forscher“ drei - bis sechsjährige Kinder spielerisch für Naturwissenschaft und Technik begeistern. Das lokale Netzwerk in Bremerhaven veranstaltet regelmäßig Workshops für die Mitarbeiter von Kindertagesstätten, um sie mit den Grundlagen des kindlichen Experimentierens vertraut zu machen – und zwar mit Erfolg. „Wir haben gemerkt, dass der Funke auf die Erzieher übergesprungen ist“, erklärte Mitorganisatorin Stefanie Uhe von der Hochschule Bremerhaven. „Mit dieser Tagung möchten wir ihre tolle Arbeit würdigen und ihnen die Gelegenheit geben, sich gegenseitig zu inspirieren und zu bereichern.“
Das „Haus der kleinen Forscher“ steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Anette Schavan, Pate des lokalen Netzwerkes ist Melf Grantz, Stadtrat für Soziales, Familien, Jugend und Frauen.

Möglich wurde die erste Netzwerktagung durch die finanzielle Unterstützung der swb GmbH.

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