Hanse 1380 - ein Lernspiel für das Schiffahrtsmuseum

Projektteam v.l.n.r.: Dr. Ursula Warnke, Andi Pramono, Leonardo Araujo, Prof. Dr. Ulrike Erb, Walter Jenner, Minghay Lee, Anke Königschulte, Hans-Walter Keweloh
Projektteam v.l.n.r.: Dr. Ursula Warnke, Andi Pramono, Leonardo Araujo, Prof. Dr. Ulrike Erb, Walter Jenner, Minghay Lee, Anke Königschulte, Hans-Walter Keweloh
Quelle: Hochschule Bremerhaven
Projektteam v.l.n.r.: Dr. Ursula Warnke, Andi Pramono, Leonardo Araujo, Prof. Dr. Ulrike Erb, Walter Jenner, Minghay Lee, Anke Königschulte, Hans-Walter Keweloh
Projektteam v.l.n.r.: Dr. Ursula Warnke, Andi Pramono, Leonardo Araujo, Prof. Dr. Ulrike Erb, Walter Jenner, Minghay Lee, Anke Königschulte, Hans-Walter Keweloh
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Gut gelaunte Kinder zocken inmitten der Exponate eines Museums an einer Computerkonsole. Das wird vermutlich schon bald im Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven ein ganz normaler Anblick sein. Denn für dessen kommende Ausstellung über die Mittelalterflotte entwickelten sechs Studierende der Hochschule Bremerhaven ein multimediales Lernspiel, das die wichtigsten Bereiche aus der Hansezeit vermitteln soll.

Die Vorteile digitaler Medien sind mittlerweile in vielen Bereichen anerkannt. Auch das DSM plant, ihre Präsentation mit Hilfe neuer Medien zu gestalten. Deshalb war Dr. Ursula Warnke, die Direktorin des DSM, sehr erfreut über die Anfrage der Hochschulprofessorin Dr. Ulrike Erb vor anderthalb Jahren. Aus der Idee, im Rahmen einer Kooperation zwischen dem DSM und dem Studiengang Digitale Medien ein Praxisprojekt durchzuführen, entstand das Masterprojekt „Odyssea - Entwickeln eines digitalen Lernspiels für das Deutsche Schiffahrtsmuseum“.

Über ein Jahr lang studierten die internationalen Masterstudierenden Andi Pramono, Leonardo Araujo, Walter Jenner, Minghay Lee, Anke Königschulte und Consuelo Gonzales Stadtpläne, Segeleigenschaften und Konstruktionspläne der Hansekogge. Das Ergebnis nennt sich „Hanse 1380“ und bietet den zehn- bis 14-jährigen potenziellen Spielern eine virtuelle Entdeckungsreise zur Hanse. Als junger Kapitän segelt der Nutzer des Spiels über die Nord- und baltische See. Ziel des Computerspiels ist es, mit der Kogge sicher im Hafen anzukommen und durch geschicktes Handeln möglichst hohe Einnahmen zu machen.

„Im Laufe des Spiels erhält der Spieler Informationen zu verschiedenen wichtigen Städten aus der Hansezeit und lernt den Zweck einer Kogge und die Waren, die auf ihr transportiert wurden, sowie die Gefahren auf der See kennen“, erläutert der Projektmanager Walter Jenner. Diese Lernziele ergaben sich durch Gespräche mit Geschichtslehrern und wurden in Kooperation mit dem Lloydgymnasium an Schülern im entsprechenden Alter getestet. Besonders die Aufmachung, die die Studierenden im Rahmen einer Kurzpräsentation im DSM erstmals der Öffentlichkeit zeigten, gefällt den Schülern besonders: Rechner und Monitor sind in ein halbes Koggen-Modell aus Holz mit Steuerrad und Ruder eingefügt.

Eingesetzt wird das Spiel vorrausichtlich ab Januar 2010 im DSM. Bis dahin muss der Prototyp des Spiels durch kleine Nachprojekte ausgebessert und die Frage der Finanzierung geklärt werden. Dann möchte Prof. Erb die CD-Roms Geschichtslehrern für ihren Unterricht zur Verfügung stellen, auch wenn der Ausstellungsverantwortliche Hans-Walter Keweloh den Studierenden bereits einen weiteren Schritt vorschlägt: „Wenn etwas so gut ist, kann man das auch vermarkten.“

(Autorin; Lara Groscurth)

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