Hochschule Bremerhaven erhält 1,2 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II

Ob Abwrackprämie oder Bürgschaften des Bundes - zurzeit ist es in aller Munde: das Konjunkturpaket II. Aus dem 50 Milliarden schweren Gesamtpaket erhält das Land Bremen insgesamt 118 Millionen Euro. Heute hat der Ausschuss für Wissenschaft und Forschung des Landes Bremen das Maßnahmenpaket der Hochschule Bremerhaven über insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Kenntnis genommen. Mit dem Geld werden dringend benötigte energetische Sanierungen in den Gebäuden durchgeführt. Auf diese Weise werden die jährlichen Energiekosten, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen waren, dauerhaft verringert.


„Wir freuen uns sehr, dass wir in den kommenden drei Jahren viele wichtige Maßnahmen, die bisher aus finanziellen Gründen nicht möglich waren, in Angriff nehmen können“, so der Rektor der Hochschule Bremerhaven, Prof. Dr. Josef Stockemer. Etwa zur Hälfte müssen die Gelder noch in diesem Jahr verausgabt werden, die andere Hälfte ist für 2010 verplant. Insgesamt gehen knapp 30 Millionen Euro in die Seestadt. Besonders die Bildungs- und Forschungseinrichtungen profitieren von dem groß angelegten Programm. So erhält neben der Hochschule Bremerhaven unter anderem das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung zwei Millionen Euro und für die geplante Ansiedlung des Instituts für Fischereiökologie stehen 1,5 Millionen zur Verfügung.

„Das Programm kommt für die Hochschule Bremerhaven zur richtigen Zeit“, ist Karsten Gerlof , Kanzler der Hochschule Bremerhaven, erfreut. Die Hochschule bestehe seit fast 35 Jahren, wobei die meisten Gebäude zwischen 25 und 50 Jahre alt seien. „In solchen Zeiträumen entwickelt sich natürlich ein gewisser Sanierungsbedarf, gerade was die energetischen Anforderungen betrifft“, sagt der Kanzler weiter. Dank der Mittel aus dem Konjunkturprogramm könne jetzt das Nötigste angegangen werden.

So soll ein Großteil der Mittel in Sanierungsmaßnahmen des Gebäude C fließen. Der 1963 fertig gestellte Bau an der Columbusstraße entspricht nicht mehr den heute gängigen Anforderungen im Bereich der Wärmedämmung. Nicht zuletzt deshalb investiert die Hochschule am Meer rund 770.000 Euro in die Sanierung und Wärmedämmung des Daches und der Fassade. „Durch die Arbeiten rechnen wir damit, die Heizkosten um rund zweidrittel im Jahr zu senken“, so Prof. Peter Ritzenhoff, Professor im Studiengang Gebäudeenergietechnik und Konrektor für Lehre, Studium und Forschung.

Neben dem Haus C ist die energetische Sanierung der Glasflächen von Haus K ein wichtiger Punkt des Maßnahmenpakets. Seit jeher ist die lichtdurchflutete Halle neben dem alten Auswandererhaus An der Karlstadt 8 ein Treffpunkt für Studierende und ein architektonisch reizvoller Ort für Festakte und Jubiläen. Allerdings weisen die beim Bau in den 80er Jahren verwendeten Scheiben einen hohen Wärmeverlust auf und führen dazu, dass die Heizkosten der Halle und der angrenzenden Gebäudeteile ungewöhnlich hoch sind. Außerdem sind nach rund 25 Jahren Betrieb auch viele undichte Stellen bei den Verglasungen zu verzeichnen. Dank des Konjunkturpaketes II kann nun endlich Abhilfe geschaffen werden – die Hochschule Bremerhaven hat rund 100.000 Euro für die Sanierung eingeplant.

Kleinere Vorhaben sollen die beiden großen Sanierungsvorhaben flankieren, damit die Hochschule Bremerhaven ihre Energiekosten dauerhaft senken kann. So soll der Energieverbrauch der Lüftungsanlagen auf das Nötigste reduziert, Dachflächen isoliert und das Beleuchtungskonzept auf den Prüfstand gestellt werden. „Wir unterstreichen damit unsere wissenschaftliche Kompetenz im Bereich der Gebäude- und Energietechnik“, so Prof. Ritzenhoff. Schließlich biete die Hochschule den Studiengang Gebäudeenergietechnik an. Deshalb ist geplant, dass viele dieser Projekte gemeinsam mit Studierenden konzipiert und ausgewertet werden, so dass die eingesetzten Gelder aus dem Konjunkturprogramm zusätzlich auch noch der Ausbildung dienen.

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