Hochschule Bremerhaven wieder auf Spitzenplatz bei Forschungsförderung

231.852 Euro erhielt das Projekt des Instituts für Windenergie (fk-wind) der Hochschule Bremerhaven unter der Leitung von Prof. Henry Seifert. Unter dem Titel ‚Online Load Monitoring System für Komponenten von Windenergieanlagen’ setzte sich der Projektantrag im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen ‚FHprofUnd‘“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durch. Rund 160 antragsberechtigte Fachhochschulen hatten für die Förderrunde2009 ihre Unterlagen eingereicht – drei Anträge durfte die Hochschule am Meer einsenden, die allesamt als förderwürdig eingestuft wurden. Damit zählt die Hochschule Bremerhaven wieder zu den 15 erfolgreichsten Fachhochschulen in diesem Programm.

Ziel des erfolgreichen Forschungsprojektes ist, die Entwicklung und Erprobung eines Systems zur automatischen Erfassung von Extrem- und Ermüdungsbeanspruchungen an Komponenten von Windenergieanlagen, um kontinuierlich Maximallasten und Beanspruchungskollektive erfassen und mit hohem Automatisierungsgrad auswerten zu können. Dadurch wird es möglich, dass Hersteller Daten zur Validierung ihrer Simulationen zur Verfügung haben. Außerdem können nach Extrapolation der Lastkollektive Rückschlüsse auf eine mögliche Erhöhung der Lebensdauer der Anlagen gezogen bzw. erhöhte Ermüdungsbeanspruchungen durch z. B. den Betrieb in Windparks mit engen Abständen festgestellt werden. Die Ergebnisse sind geeignet, um als Absicherung der im internationalen Rahmen der IEC entwickelten Lastannahmen zu dienen. An dem genehmigten Vorhaben sind unter der Federführung der fk-wind drei Industriepartner aus der Windenergiebranche und die Universität Oldenburg beteiligt.

Sehr positive Bewertungen erhielten aber auch die Anträge von Prof. Dr. rer. nat. Oliver Zielinski „Marine Öl-Emissionen aus natürlichen und anthropogenen Quellen: Entwicklung eines abbildenden, laserbeleuchteten Sensorsystems zur in-situ Quantifizierung in Echtzeit“ sowie Prof. Dr. Matthias Nagels „Alternative Wirkstoffe gegen Salmonellen in Geflügelfutter“. Aufgrund der begrenzten Ressourcen des Programms werden jedoch nur Projekte gefördert, die mindestens 88% der maximal möglichen Bewertungspunkte erhalten haben. „Zwar ist die Anzahl der einzureichenden Anträge pro Fachhochschule begrenzt, doch aufgrund der Qualität der Anträge hat sich die Hochschule eine gute Ausgangslage für weitere Beteiligungen erarbeitet und wurde für die nächste Förderrunde zur Einreichung von vier Anträgen aufgefordert“, freut sich der Konrektor für Forschung, Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff.

Mit dem Programm „FHprofUnd“ fördert das BMBF speziell die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen, um deren Wettbewerbsfähigkeit bei der Beteiligung an weiteren Forschungsprogrammen zu erhöhen. Dabei werden speziell Verbünde von Fachhochschulen mit Unternehmen gefördert. Wesentliche Ziele sind ein intensiverer Wissens- und Technologietransfer in die Unternehmen und bessere forschungsnahe Qualifizierungsmöglichkeiten für Studierende und das Forschungspersonal. „Die Projekte stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft und dienen gleichzeitig der wissenschaftlichen Qualifizierung besonders geeigneter FH-Absolventen“, so Ritzenhoff.

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