Stipendium bringt Studierende aus Kaliningrad zur Bremerhaven International Summer School

v.l.n.r.: Atie Sidré, Artur Beneken, Viola Taryko, Olga Lapatina, Prof. Dr. Gerhard Feldmeier und Uwe Perl.
v.l.n.r.: Atie Sidré, Artur Beneken, Viola Taryko, Olga Lapatina, Prof. Dr. Gerhard Feldmeier und Uwe Perl.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Jedes Jahr holt die Hochschule Bremerhaven junge Menschen aus der ganzen Welt in die Seestadt. Unter ihnen seit vier Jahren immer zwei Kaliningrader Studierende, die dank eines Stipendiums der Stadt Bremerhaven - finanziert von der Sparkasse Bremerhaven, das zweiwöchige Sommerprogramm erleben können. In diesem Jahr haben Viola Taryko von der Technischen Universität Kaliningrad und Olga Lapatina von der Emanuel Kant Universität es geschafft. Beide setzten sich gegen zahlreiche Mitbewerber in der Heimat durch und erhielten das Stipendium.

So war es kein Wunder, dass nach 20 Stunden Busfahrt die Müdigkeit beim Anblick der Stadt und des umfangreichen Stundenplans wie weggeblasen war. „Am ersten Kurstag ging es um die Wirtschaft in Deutschland – das war so spannend, dass ich vor Begeisterung vergessen habe, dass ich eigentlich zunächst schlafen wollte“, so Lapatina. Besonders gut fand die Russin die vielen praktischen Anteile der Summer School, wie beispielsweise den Besuch der Sparkasse Bremerhaven oder die Führungen in der Becks Brauerei und den Mercedes Werken, die Besichtigung der Lloyd Werft und der Helm AG. Mehr als 2000 Fotos sind dabei entstanden und damit nicht genug. Taryko malte sogar besonders eindrucksvolle Fassaden Bremerhavens: „Hightech-Gebäude in der Nähe des Wassers mit den alten Schiffen im Vordergrund – das ist einfach wie im Märchen. So etwas haben wir zu Hause nicht.“

Seit sieben Jahren gibt es nun schon die Summer School. „Es hat schön angefangen und ist von Jahr zu Jahr immer besser geworden“, so Atie Siddré, Summer School-Gründerin. Einen großen Verdienst daran hätten sicherlich die weltweit verpflichteten Dozenten und die Organisatoren an der Hochschule Bremerhaven. Doch auch die Entwicklung der Seestadt habe zu der guten Atmosphäre beigetragen. „Als Partnerstadt freut es uns besonders, dass es uns wieder gelungen ist, zwei Studierende aus Kaliningrad nach Bremerhaven zu bringen“, so Stadtvorsteher Artur Beneken. Und auch die Sparkasse Bremerhaven, ohne deren finanzielle Unterstützung das Stipendium nicht vergeben werden könnte, ist stolz. „Wir fördern die Hochschule Bremerhaven in vielen Bereichen– und so unterstützen wir neben den Stiftungsprofessuren, auch gerne solch erfolgreiche Projekte, wie die International Bremerhaven Summer School, so Uwe Perl, Vorstand der Sparkasse Bremerhaven.

„Wir haben die Chance, zu sehen, wie die Menschen hier leben“, so Taryko. Insgesamt sei es für die beiden Stipendiatinnen eine große Ehre in die Seestadt reisen zu dürfen und eine gute Gelegenheit, ihre Heimatstadt zu repräsentieren. Dabei fielen den Beiden bei ihrem ersten Besuch in Westeuropa von Beginn an viele Unterschiede auf. „In Kaliningrad sind die Geschäfte viel länger geöffnet, da sind die Straßen abends nicht so leer.“

Während der Bremerhaven International Summer School lernten die beiden Studentinnen sehr viel. „Es hat mir sehr geholfen, meine Sprachkenntnisse zu verbessern, insbesondere im Wirtschaftsbereich“, so Lapatina. Doch genauso wichtig ist es ihnen, neue Freunde aus der ganzen Welt gewonnen zu haben und mit ihnen die kulturellen Unterschiede erlebt zu haben. Beide Stipendiatinnen können sich vorstellen, nach Deutschland zurück zu kommen und hier für ihre berufliche Karriere weiter zu lernen. „Und wir freuen uns, schon jetzt mitteilen zu können, dass auch im kommenden Jahr wieder zwei Stipendiaten in der Seestadt kommen können“, so Perl. Mit dieser erfreulichen Nachricht blicken die Organisatoren nach dem erfolgreichen Abschluss der siebten erfolgreichen Bremerhaven International Summer School am Abend bereits ins nächste Jahr.

Zugehörige Dokumente

Zurück zur Übersicht