Wissenschaftler treffen sich zum Schlagabtausch – Erster Bremerhavener Science Slam am 5. Dezember

Abstimmung mit bunten Karten: Ob Dipl.-Ing. Andreas Menslage (v. l.), Prof. Dr. Carsten Harms, Katrin Quirin oder Prof. Dr. Boris Koch den Sieg verdient hat, bestimmt das Publikum.
Abstimmung mit bunten Karten: Ob Dipl.-Ing. Andreas Menslage (v. l.), Prof. Dr. Carsten Harms, Katrin Quirin oder Prof. Dr. Boris Koch den Sieg verdient hat, bestimmt das Publikum.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Wer denkt, dass Wissenschaftler weltfremde Eigenbrötler sind, die den ganzen Tag in abgedunkelten Laboren hocken und an absurden Theorien tüfteln, der kann sich jetzt vom Gegenteil überzeugen: Beim ersten Bremerhavener Science Slam der Pier der Wissenschaft liefern sich vier Forscher aus der Seestadt am Samstag, den 5. Dezember, einen wissenschaftlichen Schlagabtausch – und zwar auf der Showbühne. Die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven, des Technologie-Transfer-Zentrums (ttz) Bremerhaven und der Hochschule Bremerhaven wollen das Publikum mit ihren Themen unterhalten, mitreißen und zugleich informieren. Ob sie dabei singen, bellen oder in Kostüme schlüpfen ist egal. Los geht es um 11 Uhr im Hörsaal S 207 in der Hochschule Bremerhaven (An der Karlstadt 8). Der Eintritt ist frei.

Das Publikum kann auf jeden Fall gespannt sein. Denn das, was die Wissenschaftler vorhaben, macht mehr als neugierig: „Ich werde zeigen, wie man ohne gentechnische Manipulation aus einer Erdbeere eine Tomate machen kann“, kündigt Prof. Dr. Carsten Harms an, der für das ttz aufläuft. Wie er seinen Auftritt gestaltet, verrät er nicht. Nur so viel: „ Es wird eine Überraschung geben.“ Katrin Quirin, die für das Deutsche Auswandererhaus ins Rennen geht, hält sich noch bedeckter: „Es geht um brandenburgische Erde, Texas und einen Spaten.“ Spannung schürt auch Prof. Dr. Boris Koch, der das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung vertritt. In seinem Vortrag „Der Atem des Caesar“ will er aufzeigen, was der römische Feldherr mit dem Klimawandel zu tun hat. Auf einen Tischfußballroboter setzt hingegen Dipl.-Ing. Andreas Menslage. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Bremerhaven möchte so eine Brücke zwischen Technik und Spiel schlagen. Alle vier haben zehn Minuten Zeit, um die Aufmerksamkeit und die Herzen der Anwesenden zu gewinnen. Rhetorischer Feinschliff wird dabei ebenso wenig ausreichen wie wissenschaftlicher Tiefgang. Daher ist alles erlaubt – Beamer, Experimente oder auch Tanzeinlagen. Wer die Bühne als Sieger verlässt, entscheidet zum Schluss das Publikum.

Mit dem Science Slam, der im Rahmen der Reihe „Wissen am Vormittag“ stattfindet, holt die Pier der Wissenschaft ein Format nach Bremerhaven, das ursprünglich in England erfunden wurde und sich seit 2008 auch in Deutschland durchsetzt. Pünktlich zum Jahresabschluss bieten die Bremerhavener Wissenschaftsinstitutionen somit ein besonderes Highlight, das den Grundgedanken des Netzwerks auf den Punkt bringt - „public understanding of science.“

Zugehörige Dokumente

Zurück zur Übersicht