Neues aus der Aquakultur – Student der Hochschule referiert am 12. Juni beim Netzwerktreffen „Junge Meeresforschung“

Poster DGM Netzwerktreffen
Poster DGM Netzwerktreffen
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Mit dem weltweit steigenden Bedarf an aquatischen Lebensmitteln wird die Entwicklung umweltfreundlicher und nachhaltiger Aquakulturanlagen immer wichtiger. Was Studierende der Hochschule Bremerhaven auf diesem Forschungsgebiet leisten, erfahren Interessierte am 12. Juni von Kai Lorkowski. Beim Netzwerktreffen „Junge Meeresforschung“, das von der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung (DGM) veranstaltet wird, referiert der Student der Maritimen Technologien über seine Bachelorarbeit zum Thema „The culture of Aquatic Organisms in Recirculated Aquaculture Systems (RAS)”. Das Forum beginnt um 9 Uhr im Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW) in Hamburg (Bundesstraße 53). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist ab sofort möglich unter ak-studium-lehre@dg-meeresforschung.de.

Für seine Bachelorarbeit, die er im Institut für Marine Ressourcen (IMARE) schreibt, führt Kai Lorkowski Untersuchungen an einer in der Hochschule entstandenen Aquakultur-Kreislaufanlage durch. Er verfüttert Fischfutter mit unterschiedlichem Proteingehalt an Wolfsbarsche und analysiert die gelösten Nährstoffe. Im Blickpunkt hat er dabei insbesondere das toxisch wirkende Ammonium. Eine Reduktion des Ammoniums würde bedeuten, dass der Biofilter zur Wasseraufbereitung verkleinert werden kann. Hiervon erhofft sich Lorkowski langfristig Energieeinsparungen und Kostensenkungen. „Ich möchte untersuchen, ob es möglich ist, den Wolfsbarsch auch mit Futtermitteln zu ernähren, die einen geringeren Proteingehalt haben, als es momentan der Fall ist“, erklärt der junge Forscher. „Es muss allerdings sichergestellt sein, dass die Fische ein ausreichendes Wachstum aufweisen.“

Für den Studenten, der im 6. Semester an der Hochschule Bremerhaven studiert, ist es der erste öffentliche Fachvortrag. Marc Einsporn, der das Netzwerktreffen initiiert hat, setzt bei der Referentenauswahl bewusst auf den wissenschaftlichen Nachwuchs. „Für Einsteiger und Bachelorstudenten ist es schwierig, an Symposien teilzunehmen“, erklärt er. „ Das Netzwerktreffen bietet Newcomern die Chance, etwas zu erzählen, sich auszutauschen und Inspirationen mit nach Hause zu nehmen.“ Marc Einsporn, der an der Hochschule Bremerhaven im Masterstudiengang Biotechnologie studiert, führt in der DGM den Vorsitz im Arbeitskreis „Studium und Lehre“ . Bei dem zweiten von ihm organisierten Netzwerktreffen sprechen insgesamt elf junge Experten über verschiedenste Themen der Meeresforschung. Neben dem Panel zur Aquakultur stehen wissenschaftliche Vortragsrunden zu den Themen Biologie und Chemie, Fernerkundung und Mikro- und Molekularbiologie auf dem Programm. Die Begrüßung übernimmt Prof. Dr. Oliver Zielinski, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung und Leiter des Studiengangs Maritime Technologien an der Hochschule Bremerhaven.

Das aktuelle Programm gibt es hier:

Mehr Informationen zum Netzwerktreffen unter www.dg-meeresforschung.de und per Mail unter ak-studium-lehre@dg-meeresforschung.de .

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