Technikinteresse wecken - Stifterverband fördert Hochschule Bremerhaven

Schüler im Labor
Schüler im Labor
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Mit ihrem Konzept „Früh übt sich“ – Schüler auf experimentellen Spuren des Studiums hat die Hochschule Bremerhaven die 16-köpfige Jury überzeugt. Im Rahmen des Hochschulwettbewerbs „Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen“ präsentierten Prof. Dr. Peter Ritzenhoff (Konrektor für Studium und Lehre), Cornelia Driesen (Leiterin der Marketing und Öffentlichkeitsarbeit), Stefanie Uhe (Kontaktstelle Schule-Hochschule) sowie Bettina und Christine Vogl (Schülerinnen des Lloyd Gymnasiums) ihre Projektideen, um mehr Oberstufenschüler für Naturwissenschaften und Technik zu interessieren. Mit bis zu 300.000 Euro fördert der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Nixdorf-Stiftung die Vorhaben der Hochschule Bremerhaven.

Sechs deutsche Hochschulen, die mit neuen Konzepten mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler ausbilden wollen, wählte die Expertenkommission aus. Insgesamt hatten sich im vergangenen Jahr 61 Universitäten und Fachhochschulen an dem Wettbewerb beteiligt. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, Hochschulen dazu zu ermuntern, nachhaltig wirksame Ideen zu entwickeln, um die Zahl der Studienanfänger zu erhöhen, die Abbruchquoten zu senken und mehr internationale Studierende zu gewinnen.

Im Mittelpunkt des Konzeptes der Hochschule Bremerhaven stehen vor allem neue Projekte für Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13. Dabei reicht das Spektrum von studiengangsbezogenen Experimentier- und Forschungsangeboten, über die Durchführung einer Robotik-Tagung bis zur jugendgerechten Aufbereitung des Webangebotes insbesondere im Bezug auf das Beratungsangebot. „Durch die Förderung haben wir die einmalige Chance, unsere Angebote, die durch die Kontaktstelle Schule-Hochschule bereits erfolgreich laufen, auszuweiten und damit ältere Schüler für unser Studienangebot zu interessieren“, so Antragsstellerin Cornelia Driesen.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, erklärte Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes und Vorsitzender der Auswahljury: „In zehn Jahren droht in Deutschland eine Fachkräftelücke, die Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen betreffen und deren Entwicklung hemmen wird. Es ist Zeit zu handeln. Noch können wir das Problem des fehlenden Nachwuchses abwenden. Die von uns ausgezeichneten Hochschulen zeigen, wie man mit frischen Ideen das Problem anpacken kann."

Die Jury macht mit ihrer Auswahl deutlich, wie groß die Vielfalt innovativer Ideen an den deutschen Hochschulen ist, um Interesse für Natur- und Technikwissenschaften zu wecken und Studierende zum erfolgreichen Abschluss zu führen. Die ausgezeichneten Hochschulen sind neben der Hochschule Bremerhaven: Technische Universität Berlin, Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Gelsenkirchen, Verbundantrag Hamburg und Hochschule Zittau/Görlitz.

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