36.000 Euro für Leistung und Engagement: Hochschule Bremerhaven vergibt erstmals Deutschlandstipendien

Feier anläßlich der Urkundenvergabe des Deutschlandstipendiums
Feier anläßlich der Urkundenvergabe des Deutschlandstipendiums
Quelle: Hochschule Bremerhaven

18.000 Euro von Unternehmen, Stiftungen und Banken aus der Region plus 18.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) – ergibt zusammen die ersten zehn Deutschlandstipendien an der Hochschule Bremerhaven. Am Dienstag, den 1. November, erhielten die ersten zehn Studierenden der Hochschule am Meer im Rahmen einer Feierstunde ihre Stipendienurkunden. „Sie gehören nicht nur zu den leistungsstärksten Studierenden unserer Hochschule, sie haben auch durch ihr besonderes freiwilliges Engagement überzeugt“, honoriert Prof. Dr. Josef Stockemer, Rektor der Hochschule Bremerhaven, das Engagement und die Leistung der Geförderten bei der Feier. Durch die regionale Unterstützung der Unternehmen, Stiftungen und Banken könne dies nun belohnt werden.

Mit jeweils zwei Stipendien fördern die Bremer Landesbank, die Fritz-Kling-Stiftung sowie der Lions Club Bremerhaven Studierende für ein Jahr. Dieckell-Stiftung, Dr. Möller GmbH/IMS Nord, FRoSTA AG und die Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland unterstützen die Studierenden mit jeweils einem Stipendium. Je 300 Euro im Monat bieten den Studierenden die Chance, sich intensiv auf ihr Studium und ihre ehrenamtlichen Aktivitäten zu konzentrieren und so für die Region einen bedeutenden Beitrag zu leisten. Und nebenbei können die Fachkräfte von morgen auch schon potenzielle Arbeitgeber kennen lernen.

So überreichten Vertreter der Förderer die Urkunden persönlich an ihre Stipendiaten und knüpften in intensiven Gesprächen nach der offiziellen Feier erste Kontakte. Yvonne Cosse (Studiengang Biotechnologie), Martha Damus (Digitale Medien), Georg Irgmaier (International Cruise Industry Management), Hanna Janina Kramer (Transportwesen/Logistik), Marco Lutz (Maritime Technologien), Marike Pape (Maritime Technologien), Inken Rethwisch (Lebensmitteltechnologie), Malo Rosemeier (Windenergietechnik), Daniel Weidner (Digitale Medien) und Lars Wendel (Cruise Tourism Management) wissen, welches Potential das Stipendium neben der finanziellen Unterstützung in sich birgt. Gemeinsam mit ihren Förderern werden die zehn Studierenden ein umfangreiches Begleitprogramm auf die Beine stellen, den Firmen einen Besuch abstatten und selbst Veranstaltungen in der Hochschule organisieren.

Und was in diesem Jahr mit zehn Stipendien beginnt, ist nicht nur für Bremerhaven ein Modell für die Zukunft: Langfristig will das BMBF acht Prozent aller Studierenden mit einem Deutschlandstipendium ausstatten. An der Hochschule Bremerhaven werden dann über 200 Stipendien vergeben. „Für Bremerhaven ist es eine einmalige Möglichkeit, seine Attraktivität für begabte Nachwuchskräfte zu steigern“, ist Prof. Stockemer überzeugt. „Mit der Unterstützung der Wirtschaft und enger Partner packen wir dieses ehrgeizige Ziel an und machen uns auf den Weg zu einer neuen Stipendienkultur.“

Die Bremer Landesbank hat gleich zwei Stipendien für die Dauer von drei Jahren übernommen. Marco Behn, Leiter Kommunikation und Marketing, erklärt das Engagement so: „Auch wenn es Deutschlandstipendium heißt: Die Bremer Landesbank ist dabei, weil uns Bildung und Fortschritt hier im Nordwesten am Herzen liegen. Dafür brauchen unsere jungen Leute gute Voraussetzungen. Ich wünsche den Stipendiaten viel Erfolg!“

Auch die Fritz-Kling-Stiftung fördert gleich zwei Studierende. Schon in der Vergangenheit hatte die Stiftung herausragende Studienleistungen mit 300 Euro monatlich honoriert. „Jetzt können wir mit derselben Summe gleich zwei Studenten fördern“, freute sich Vorstandsmitglied Stephan Schulze-Aissen. Es mache einfach Spaß, junge Menschen bei ihrer Entwicklung zu begleiten.

Der Lions Club Bremerhaven vergibt ebenfalls schon seit vielen Jahren Stipendien an der Hochschule Bremerhaven. In diesem Jahr führt der Club sein Engagement im Rahmen des Deutschlandstipendiums fort und ermöglicht gleich zwei Stipendien. „So können wir die Studierenden im Verbund mit der Wirtschaft noch effektiver bei der Entfaltung ihrer Begabungen unterstützen“, ist der Activity-Beauftragte Prof. Frerich van Dieken sicher: „Mit der Vergabe an namentlich genannte Studierende bleibt uns die Möglichkeit, wie bisher die ausgewählten Stipendiaten bei ihrem Studium zu begleiten und darüber hinaus den Kontakt zu pflegen.“

Jeweils ein Stipendium steuern die Dieckell-Stiftung, die Dr. Möller GmbH/IMS Nord, die FRoSTA AG und die Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland bei. Stiftungsgründer Friedrich Dieckell ist überzeugt von der Nachhaltigkeit eines Engagements im Rahmen des Deutschlandstipendiums: „Wir fördern damit junge Leute, die selbst mit Motivation, Fleiß und Begabung bereit sind, einen Beitrag zur Stärkung unserer Region zu leisten.“

Dr. Jürgen Möller betonte die besondere Bedeutung des Deutschlandstipendiums für die Wirtschaftsregion Bremerhaven. „Im Rahmen des Deutschlandstipendiums können wir - mit einem relativ bescheidenen Betrag - dazu beitragen, dass die Hochschule Bremerhaven mit ihren zukunftsfähigen Fachrichtungen noch attraktiver für die Fachkräfte von morgen wird. Hochschule, Studierende und Unternehmen gestalten so gemeinsam Zukunft für Bremerhaven und umzu“, so Möller.

Als bedeutender Arbeitgeber der Region übernimmt auch die FRoSTA AG Verantwortung. Für Ralf Junge, Leiter Human Resources, hat das Deutschlandstipendium auch einen ganz praktischen Nutzen. Junge betonte: „Diese direkte Form der Förderung eröffnet uns die Möglichkeit, einen engeren Kontakt zu potenziellen zukünftigen Mitarbeitern herzustellen und akademischen Nachwuchs an das Unternehmen zu binden.“

„Nachdem wir uns vom hervorragenden Engagement der Hochschule Bremerhaven überzeugen durften, haben wir uns entschlossen mit einer Förderung in das Stipendienprogramm ‚Deutschlandstipendium‘ einzusteigen“, erläuterte Frank Koschuth, Prokurist der Volksbank eG Bremerhaven Cuxland. „Stipendien ermöglichen Studierenden den notwendigen Freiraum für eine anspruchsvolle Ausbildung. Wir freuen uns, damit einen jungen begabten und leistungsstarken Studierenden zu unterstützen.“

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