Bühne frei für Wissenschaftler – 2. Bremerhavener Science Slam

Experimente, Schauspielerei, Tricks – erlaubt ist beim zweiten Bremerhavener Science Slam wieder jedes Mittel, um den Titel zu gewinnen. Am Freitag, den 6. Mai, treten sechs Wissenschaftler ab 20 Uhr auf der Showbühne gegeneinander an, um das Publikum in nur zehn Minuten mitzureißen und zugleich zu informieren. Im Rahmen des stadtweiten Wissenschaftsfestivals „Frischer Wind“ veranstaltet die Hochschule Bremerhaven den Wettstreit der Forscher auf der Freiluftbühne zwischen Mediterraneo und Deutschem Schiffahrtsmuseum. Wer am Ende als Sieger die Bühne verlässt, bestimmt das Publikum dabei selbst. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

„Wir wollen mit dem Science Slam zeigen, dass Wissenschaft für Jeden verständlich und unterhaltsam ist“, so Cornelia Driesen, Organisatorin des 2. Bremerhavener Science Slam und Pressesprecherin der Hochschule Bremerhaven. Dabei sei es für die Wissenschaftler eine besondere Herausforderung, in nur zehn Minuten die Aufmerksamkeit und die Stimmen der Anwesenden zu gewinnen. Um das Ziel zu erreichen, dürfen die Forscher wieder alle Register ziehen: Filme, Bilder, Gegenstände, Verkleidungen und vor allem Showtalent führen zum Bremerhavener Science-Slam Sieg. Schließlich ist bei der knallharten Bewertung nicht die Forschung, sondern vor allem die informative und unterhaltsame Darstellung ausschlaggebend.

Für die Hochschule Bremerhaven gehen am Freitag ab 20 Uhr gleich zwei Professoren an den Start: Prof. Dr. Wilfried Schütz (Studiengang Nachhaltige Energie- und Umwelttechnologien) und Prof. Henry Seifert (Studiengang Windenergietechnik). Ihre Konkurrenz stammt diesmal aus Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Prof. Dr. Michael Clasen von der Fachhochschule Hannover sowie die Doktoranden Sebastian Bathiany (Max-Planck-Institut für Meterologie Hamburg), Thomas Greve (Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg) und Patrick Seelheim (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) wollen den Titel aus der Seestadt mitnehmen. Sie bieten interessante Einblicke in aktuelle Forschung aus den Bereichen Biochemie, Klimatologie und Wirtschaftsinformatik.

Für alle ist der gemeinsame Spaß das Wichtigste und so führen die Moderatoren Alexandra Luise Gesch und Sebastian Brummer vom Stadttheater Bremerhaven mit kurzweiligen Showeinlagen durch die Veranstaltung. Nach der positiven Resonanz des ersten Bremerhavener Science Slams im großen Hörsaal der Hochschule Bremerhaven ist die zweite Auflage des Science Slams in der Seestadt mit großer Spannung zu erwarten.

Das Konzept des Science Slams stammt aus England und ist an das Konzept des Poetry Slams angelehnt. Anstelle von Lyrik und Prosa treten die Teilnehmer mit wissenschaftlichen Kurzvorträgen gegeneinander an. In Deutschland existieren Science Slams seit einigen Jahren, erfreuen sich inzwischen aber besonders bei Nachwuchswissenschaftlern bundesweiter Beliebtheit.

Zurück zur Übersicht