Hochschule Bremerhaven erhält Bundesmittel „Qualitätspakt Lehre“

Als einzige Hochschule im Lande Bremen wird die Hochschule Bremerhaven im „Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre – Qualitätspakt Lehre –“ ab dem Wintersemester 2011/12 gefördert. Bund und Länder hatten das Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre (Qualitätspakt Lehre) als dritte Säule des Hochschulpakts 2020 im Juni 2010 beschlossen. „Unser Konzept für gute Lehre hat in der ersten Auswahlrunde überzeugt und uns die Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre von Bund und Ländern gesichert. Damit können wir unserem Anspruch, nämlich unsere Studierenden quantitativ und qualitativ auf höchstem Niveau auszubilden, noch besser gerecht werden“, freut sich Prof. Dr. Josef Stockemer, Rektor der Hochschule Bremerhaven, über die positive Nachricht aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit dem Qualitätspakt Lehre erhalten die Hochschulen eine breit wirksame Unterstützung zur Verbesserung von Studienbedingungen und Lehrqualität, die auf den spezifischen Bedarf vor Ort abgestimmt ist. Insgesamt werden 111 Hochschulen - antragsberechtigt waren die rund 240 staatlichen Hochschulen in Deutschland - aus allen Regionen Deutschlands zur Verbesserung ihrer Studienbedingungen und für mehr Qualität in der Hochschullehre unterstützt.

Im Mittelpunkt des von der Hochschule Bremerhaven eingereichten Konzepts stehen vier Schwerpunkte: Die Verbesserung der Betreuungsrelation, eine Reduzierung der Abbruchquoten zum Studienbeginn, die Initiierung eines Qualitätskreislaufsystems auf der Grundlage strukturierter Datenanalysen und die Umsetzung von Maßnahmen in Rahmen des Projektes „GUUGLE“ (Gut und gerne lernen und lehren). Mit dem Konzept „GUUGLE“ ist die Hochschule Bremerhaven bereits im Oktober 2009 im Wettbewerb „Exzellenz in der Lehre“ als eine von bundesweit zehn geförderten Hochschulen vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft prämiert worden.

Mit der Umsetzung der im neuen Antrag „KeinE Qual - Konzept für eine integrierte und nachhaltige Entwicklung der Qualität von Studium und Lehre an der Hochschule Bremerhaven“ dargestellten Maßnahmen will die Hochschule Bremerhaven langfristige Strukturen schaffen, die die Qualität der Lehre nachhaltig verbessern. Für die Umsetzung aller vier Schwerpunkte sind rund 2,1 Millionen Euro beantragt worden, um eine Verbesserung der Personalausstattung, Qualifikation des Personals für die Aufgaben in der Lehre, die Betreuung und Beratung und die Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Hochschullehre zu erreichen. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch nicht sagen, in welchem Umfang die Mittel bewilligt werden, aber wir sind stolz, dass unser Konzept gefördert wird und wir die Ziele, die wir uns gesteckt haben, anpacken können“, so Prof. Stockemer.

An den jetzt ausgewählten Hochschulen stellt der Bund bis 2016 rund 600 Millionen Euro für bessere Studienbedingungen und mehr Lehrqualität bereit. Zusätzlich sind rund 400 Millionen Euro des Bundes bis 2016 zur Förderung weiterer Hochschulen in einer zweiten Auswahlrunde vorgesehen. Einschließlich einer möglichen Anschlussförderung ab 2017 stellt der Bund damit bis zum Jahr 2020 rund 2 Milliarden Euro für den
Qualitätspakt Lehre zur Verfügung. Die Sitzländer der geförderten Hochschulen stellen die Gesamtfinanzierung sicher. Laut Bundesministerium „ein in der Geschichte der deutschen Hochschulpolitik beispielloses Engagement für die Hochschullehre“. Förderbeginn für die jetzt ausgewählten Hochschulen ist zum Wintersemester 2011/12. Eine zweite Auswahlrunde mit Stichtag 30. September 2011 und Förderbeginn zum Sommersemester 2012 wird sich anschließen.

Sowohl Hochschulen, die bereits viel für Studium und Lehre tun, als auch Hochschulen mit großem Nachholbedarf konnten in der Förderlinie profitieren. Entscheidend war die Frage, welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Studienbedingungen jeweils vor Ort bestehen und welchen Beitrag die beantragten Maßnahmen hierzu leisten. Zwölf im Bereich der Hochschullehre ausgewiesene Experten aus Wissenschaft, Hochschulmanagement und Studierendenschaft urteilten über die Förderwürdigkeit der Anträge.

Zum Stichtag 4. März 2011 wurden für die erste Bewilligungsrunde insgesamt 204 Anträge von 194 Hochschulen aus allen Regionen Deutschlands eingereicht. Hieraus wurden insgesamt 104 Anträge zur Förderung ausgewählt. Unter den 111 zur Förderung vorgesehenen Hochschulen sind 52 Universitäten und Pädagogische Hochschulen, 47 Fachhochschulen und 12 Kunst- und Musikhochschulen.

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