Internationale Nachwuchsforscher treffen sich in der Seestadt

Poster YOUMARES 2.0
Poster YOUMARES 2.0
Quelle: YOUMARES

Über 130 Teilnehmer aus 20 Ländern haben sich zum internationalen Konferenz- und Netzwerktreffen junger Meeresforscher in der Seestadt registriert. Von Mittwoch bis Freitag, 7. bis 9. September, tagen die Nachwuchsforscher in der Hochschule Bremerhaven und dem Deutschen Schiffahrtsmuseum. Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2010 in Hamburg wird "YOUMARES 2.0" (YOUng MArine RESearchers) zum zweiten Mal vom Arbeitskreis 'Studium und Lehre' der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung organisiert. Im Mittelpunkt stehen die Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten und die Möglichkeit für junge Meeresforscher ihr persönliches Netzwerk auszubauen. In englischsprachigen Vorträgen werden Projekte und Ergebnisse innerhalb sechs unterschiedlicher Themenschwerpunkte von Aquakultur bis Meerestechnik präsentiert, die im direkten Anschluss zu einer offenen Diskussionsrunde und weiteren fachlichen Verknüpfungen einladen sollen.

Unter dem Motto 'Oceans amidst science, innovation and society' werden die neuesten Erkenntnisse aus der Meeresforschung diskutiert. Auch die interessierte Öffentlichkeit ist zur Teilnahme eingeladen - Besucher des Deutschen Schiffahrtsmuseum bekommen die Gelegenheit den Vorträgen kostenlos beizuwohnen sowie sich bei der Posterausstellung über die aktuellen Themen der Meeresforschung zu informieren. Weiterhin steht eine Kooperationsveranstaltung unter dem Motto "Klimastadt IV - Meereswissenschaften als Schlüssel zur Nutzung mariner Ressourcen" mit idea2business, dem Hochgeschwindigkeits-Wirtschaftsnetzwerk in der Metropolregion Bremen-Bremerhaven-Oldenburg für Donnerstag, den 8. September, auf der Agenda.

Zu den Sessions, die an der Hochschule stattfinden werden, gehören ‚Remote sensing: Higher orbits for deeper understanding’ in der es um technische und mathematische Verfahren zur Datenerhebung über die Meeresoberfläche geht. Besonders Nachwuchsingenieure und physikalisch Interessierte kommen hier auf ihre Kosten. Die zweite Session zum Thema ‚Living with the sea: Coastal livelihoods and management’ wird die Nutzung mariner Ressourcen unter sozio-ökonomischen Aspekten näher beleuchten und wartet mit Beispielen der aus praktischen Umsetzung von Küstenzonenmanagement in fernen Ländern auf. Hier werden Sprecher mit Arbeitsgebieten wie den südindischen Mangroven, den Fiji-Inseln oder Indonesien dem Auditorium Rede und Antwort stehen.

Mitten im Geschehen sind auch dieses Jahr Studierende und Alumni der Hochschule Bremerhaven. Kai Lorkowski, Masterstudent Biotechnologie, überzeugte in Hamburg mit einem Vortrag zum Thema Aquakultur und ist seit dem aktives Mitglied im Organisationskomittee der Veranstaltung. Einen besonderen Einstand gab Bachelorstudentin Sabrina Kalita, Maritime Technologien, die die Poster und Flyer gestaltet hat, die an den unterschiedlichsten Instituten und Universitäten weltweit ihren Platz gefunden haben. Als Sprecherin schickt die Hochschule Sabrina Henke, ebenfalls Bachelorstudentin der Maritimen Technologien, ins Rennen. Sie schreibt ihre Bachelorarbeit zum Thema „Partialdruckmessung von Kohlendioxid“ bei der Firma SubCtech, die die Session Maritime Technologien in diesem Jahr präsentiert.

Neben den drei Studierenden sind auch altbekannte Alumni mit von der Partie. Marc Einsporn, Preisträger des Bremerhavener Neubürgerpreises „i2b Netzwerkaward 2007“ und Absolvent der Studiengänge Maritime Technologien und Biotechnologie sowie gegenwärtig Doktorand am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) Bremen, leitet die Veranstaltung und freut sich nach langer Zeit in Indien zu seinen akademischen Wurzeln in Bremerhaven zurückzukehren.

Erstmals vergibt die Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung in diesem Jahr ihren Nachwuchspreis, der mit einem meeresbiologischen Tauchkurs beim HYDRA-Institut auf der Insel Elba (Gegenwert 780 Euro), Übernachtungen im Hotel Amaris, einem Wanderpokal und weiteren Sachpreisen dotiert ist.

Für Kurzentschlossene ist eine Registrierung vor Ort möglich. Das Programm sowie zusätzliche Informationen zur Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung, dem Arbeitskreis „Studium und Lehre“ sowie zu YOUMARES gibt es online unter www.dg-meeresforschung.de und www.youmares.net

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