Schnell, erfolgreich, praxisnah - Julien Denis ist Bremerhavens erster Bachelorabsolvent der Medizintechnik

Absolvent Julien Denis mit seinen Betreuern Prof. Dr. Ulrike Lichtblau von der Hochschule Bremerhaven und Prof. Dr. med. Leo Latasch, Leiter des Frankfurter Institut für Rettungsmedizin und Notfallversorgung (FIRN).
Absolvent Julien Denis mit seinen Betreuern Prof. Dr. Ulrike Lichtblau von der Hochschule Bremerhaven und Prof. Dr. med. Leo Latasch, Leiter des Frankfurter Institut für Rettungsmedizin und Notfallversorgung (FIRN).
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Julien Denis ist es mittlerweile schon gewohnt, einer der Ersten zu sein. Im Jahr 2008 gehörte er zum Premierenjahrgang des neu eingerichteten Bachelorstudiengangs Medizintechnik. Drei Jahre später ist er der erste Absolvent überhaupt in diesem Studiengang. Doch Julien Denis hat nicht nur schnell, sondern auch ausgesprochen erfolgreich studiert: Die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit wurden von der Berufsfeuerwehr Frankfurt sofort in die Praxis umgesetzt und werden demnächst in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht. „Dass meine Arbeit sofort einen praktischen Nutzen hat und eine solche Anerkennung erfährt, macht mich schon stolz“, bekennt der 23-Jährige.

„Implementierung eines Geschäftsprozessmanagements für Serviceleistungen an Medizinprodukten im rettungsdienstlichen Einsatz“ lautet der Titel der Arbeit, die von Prof. Dr. Ulrike Lichtblau, Professorin der Hochschule Bremerhaven, und Prof. Dr. med. Leo Latasch, Leiter des Frankfurter Institut für Rettungsmedizin und Notfallversorgung (FIRN) und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Stadt Frankfurt am Main, betreut wurde. Dahinter verbirgt sich ein genaues Konzept, wie die Angestellten im Rettungsdienst handeln sollen, wenn medizintechnische Geräte in Rettungswagen reparaturbedürftig sind oder gewartet werden müssen. Dass dort Verbesserungsbedarf besteht, erkannte Denis, der im Rahmen seines Medizintechnikstudiums eine Zertifizierung zum Qualitätsmanagement-Beauftragten erlangt hat, schnell. „Wartung, Einweisung der Mitarbeiter und Reparatur sollten genauestens geregelt und dokumentiert sein“, weiß Denis. Dies wird dank der Bachelorarbeit sicher gestellt, wie Prof. Latasch bestätigt: „Zur Ausstattung der Rettungsmittel gehören unter anderem auch Medizingeräte, die von eigenen Mitarbeitern unterwiesen, gewartet und ggf. repariert werden. Um die Einsatzbereitschaft der Rettungsmittel rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, sicher zu stellen, müssen defekte Geräte immer getauscht werden können. In der Bachelorarbeit hat Herr Denis die vorbeschriebenen Abläufe analysiert, optimiert und in ein Geschäftsprozessmanagement eingearbeitet. Die Hinweise zur Fehlervermeidung und Qualitätssicherung wurden in die laufenden Prozesse integriert und finden seither Anwendung.“

Dass Julien Denissein Konzept innerhalb von neun Wochen erarbeiten konnte, verdankt er auch seiner praktischen Erfahrung: Vor dem Studium absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr als Rettungssanitäter. „Dadurch kannte ich mich mit der Arbeit der Rettungsdienste schon aus und musste sich nicht erst einarbeiten“, erklärt der Absolvent. Die Arbeit als Sanitäter hat ihn auch zum Studium der Medizintechnik bewogen. Die Entscheidung für Bremerhaven fiel aus dem Bauch heraus. Julien Denis erklärt: „Bei einem ganz neuen Studiengang kann man niemanden nach seinen Erfahrungen fragen. Aber die Entscheidung für Bremerhaven war ein echter Glücksfall!“ Die weltoffene Atmosphäre in der Seestadt hat es dem gebürtigen Clausthaler angetan. Und der Hochschule verdankt er eine fundierte Ausbildung in allen Bereichen der Medizintechnik.

„Herr Denis hat in seiner Bachelorarbeit eine höchst aktuelle Aufgabenstellung bearbeitet. Dafür waren technische Kenntnisse über medizintechnische Geräte ebenso erforderlich wie betriebswirtschaftliche Kenntnisse über Geschäftsprozesse und Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen. Der interdisziplinäre Ansatz des Bachelor-Studiengangs Medizintechnik an unserer Hochschule hat sich hier ganz sicher bewährt“, so Prof. Lichtblau.

Nun will er ein Masterstudium anschließen und dabei seine Kenntnisse in den Bereichen Gerätetechnik, Produktionstechnik und Prothetik vertiefen. Beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen und schnellen Abschluss bringt er schon mit.

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