Alfred Wegener bewegt die Welt – Vortrag am 22. November in der Hochschule Bremerhaven

Alfred Wegener (1880-1930) stellte die fundamentalen Vorstellungen der Geologie und Paläontologie in Frage. Doch wie kam der international anerkannte Meteorologe und Grönlandforscher dazu, die gängigen Lehrmeinungen dieser etablierten Wissenschaften geradezu auf den Kopf zu stellen? Am Donnerstag, den 22. November lädt das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft in die Hochschule Bremerhaven zu einem Vortrag rund um diese Frage ein. Um 18 Uhr referiert Dr. Reinhard Krause im Vortragssaal der Hochschule Bremerhaven (Haus T, Erdgeschoss, An der Karlstadt 8 in Bremerhaven). Der Eintritt ist frei.

Wegener behauptete, die derzeitige Form der Kontinente sei die Folge des Zerfalls eines Urkontinents Pangäa und die damit einhergehende Verschiebung der Kontinente würde noch anhalten. Mit dieser Vorstellung ließen sich viele offene Fragen der Geowissenschaften zwanglos beantworten, aber sie widersprach den damals gängigen Theorien. Diese beinhalteten, dass die Gebirge durch Schrumpfung des Erdballs entstanden seien, und dass sich Tiere und Pflanzen auf heute versunkenen Landbrücken über die fünf Kontinente verbreitet hätten. Beide Anschauungen sind falsch, bemerkte Wegener, da sie mit den bekannten Gesetzen der Physik nicht im Einklang standen.

In seinem Vortrag umreißt Dr. Reinhard Krause das arbeitsreiche Leben und die Persönlichkeit Alfred Wegeners und stellt dessen umstrittene Verschiebungstheorie vor. Der Wissenschaftshistoriker verfolgt die Auseinandersetzung mit Wegeners Theorie und vergleicht diese abschließend mit der heutigen Lehrmeinung der Plattentektonik. Dr. Reinhard Krause ist studierter Physiker und seit jeher fasziniert von den vielfältigen Pionierleistungen des Namensgebers des Alfred-Wegener-Instituts.

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