Mini-Flitzer aus Bremerhaven landet auf der Siegertreppe

Formel 1 in der Schule - Fantastic Four beim Landeswettbewerb
Formel 1 in der Schule - Fantastic Four beim Landeswettbewerb
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Erst ein Fehlstart - die Gaspatrone der Gegner ist nicht aufgegangen - doch dann düst der Miniatur-Rennwagen aus Bremerhaven mit einer Traumzeit von knapp über einer Sekunde ins Ziel. Der Flitzer des Teams „Fantastic Four“, den Schüler mit Unterstützung der Hochschule Bremerhaven konstruiert und gebaut haben, hat bei der Landesmeisterschaft Niedersachsen/Bremen des „Nordmetall Cups - Formel 1 in der Schule“ den zweiten Platz belegt. Damit dürfen die vier Schüler Lukas und Niklas Ehlers, Florian Pflüger und Bennet Blischke mit ihrem rot-schwarzen Mini-Wagen bei der Deutschen Meisterschaft im Mai in Stuttgart an den Start gehen.

Am Sieg beteiligt sind vier Studierende der Hochschule Bremerhaven. Sie standen dem Team mit Rat und Tat zur Seite und haben kräftig mitgefiebert. Aber auch die Eltern der Sprösslinge haben sich das Wettrennen nicht entgehen lassen und freuen sich über den Sieg. „Ich habe immer an den Erfolg der Vier geglaubt. Sie haben wochenlang an ihrem Rennauto gebastelt. Es ist so toll, dass sie nun dafür belohnt werden und nach Stuttgart dürfen“, so Maren Ehlers, die Mutter von Lukas und Niklas. Zusammen mit ihren 15-jährigen Zwillingen stand sie bei der „Formel 1 in der Schule“-Landesmeisterschaft an der Rennbahn und hat die Daumen gedrückt. Bei einigen anderen Autos sei durch den Aufprall am Ende der Bahn der Spoiler abgebrochen, doch die „Fantastic Four“ hätten kurzerhand einen weichen Schal hinter die Ziellinie gelegt – mit Erfolg. Ihr kleiner Wagen hat das Ziel in Rekordzeit und vor allem ohne Crash erreicht.

„Formel 1 in der Schule“ ist ein internationaler Technologie-Wettbewerb, bei dem Schüler im Alter von 11 bis 19 Jahren einen Mini-Rennwagen entwickeln. Der muss nicht nur am Computer schick aussehen, sondern auch in der Realität auf der Rennstrecke bestehen. Neben den technischen Hürden müssen die Teams zudem betriebswirtschaftliche Aufgaben lösen: einen eigenen Sponsor finden, einen Finanzplan aufstellen und über Marketing und Medienarbeit sich selbst und ihre Technik „verkaufen“.

Die „Fatastic Four“ aus Bremerhaven kannten sich vorher nur vom Sport. „Durch die komplexen Aufgaben wurden die Vier zu einem richtigen Team. Die vielen Herausforderungen haben sie ganz eng zusammengeschweißt“, berichtet Maren Ehlers. Zum Glück mussten die Schüler den Rennwagen nicht ganz alleine entwickeln. Unterstützung gab es von Studierenden der Hochschule Bremerhaven. Neben zukünftigen Produktionstechnologen stand den Schülern auch ein Student der Gebäudeenergietechnik zur Seite.

„Ziel des Wettbewerbs ist es die Faszination für den Rennsport zu nutzen, um Jugendliche für die Bereiche Produktentwicklung, Technologie und Wissenschaft zu begeistern“, so Marvin Beeck, Student der Produktionstechnologie. Das ist bei den vier Bremerhavenern gelungen: Sie hat das Technikfieber gepackt. Klar, dass für die Deutsche Meisterschaft noch einiges zu tun ist. Vor allem leichtere Räder soll ihr Mini-Flitzer bald bekommen.

Wie sich die „Fantastic Four“ auf das Rennen in Stuttgart vorbereiten und wie sie sich auf dem Siegertreppchen der Landesmeisterschaft gefühlt haben, berichten die Vier am Mittwoch, den 14. März ab 16 Uhr in der Science Lounge der Hochschule Bremerhaven (An der Karlstadt 8, Haus K).

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