„Und zack ist das Auto drüben“ – „Fantastic Four“ in der Science-Lounge der Hochschule Bremerhaven

Das Team „Fantastic Four“ informierte über ihr Projekt in der Science-Lounge
Das Team „Fantastic Four“ informierte über ihr Projekt in der Science-Lounge
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Sie sind 15 Jahre jung, gehen in Bremerhaven zur Schule und haben sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Das Team „Fantastic Four“ nimmt an dem Technologie-Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ teil und hat bei der Landesmeisterschaft in Niedersachsen/Bremen den zweiten Platz belegt. Unterstützt werden sie dabei von Studierenden der Hochschule Bremerhaven. Wie die vier Bremerhavener den zweiten Platz gemacht haben und wie sie sich auf die Deutsche Meisterschaft vorbereiten, haben die vier Freunde in der Science-Lounge der Hochschule Bremerhaven berichtet.

„Ich bin Lukas Ehlers und der Teamleiter. Das ist mein Bruder Niklas. Er ist unser Designer und Ressourcenmanager. Flo ist unser Konstrukteur und Bennet der Produktionsingenieur“, so startete der 15-jährige Niklas Ehlers den Vortrag „Formel 1 in der Schule“. Die Rollenverteilung sei sehr wichtig gewesen, denn es gab zahlreiche Aufgaben, die die Vier schon im Vorfeld des Wettbewerbs meistern mussten. Ob es um die Farben des Autos ging, darum Sponsoren aufzutreiben oder um die Frage, wie die Räder gefräst werden sollten – jedes Teammitglieder war für einen anderen Aufgabenbereich verantwortlich. Unterstützung haben die Jungs vor und bei dem Wettbewerb von Marco Griese, Marvin Beeck, Falko Fiedler und Kris Beutler – Studierende der Produktionstechnologie der Hochschule Bremerhaven.

„Gemeinsam haben wir viele Firmen in der Umgebung besucht, das Projekt vorgestellt und um Sachspenden gebeten. Das hat gut funktioniert, denn so wussten die Unternehmen, wofür sie ihr Geld hergeben. So sind wir auch an unsere Team-Trikots gekommen“, berichtete Ressourcenmanager Niklas und zeigte stolz auf sein schwarz-rot-weiß gestreiftes Shirt.

Beim Wettrennen in Oldenburg kam es vor allem darauf an, welcher Flitzer der Schnellste war. Ziel des Wettkampfes ist es nämlich einen Mini-Rennwagen zu bauen und auf der Rennstrecke gegen andere kleine Flitzer zu gewinnen. Damit die Autos losfahren konnten, musste zuvor ein Auslöseknopf gedrückt werden. „Das haben Bennet und ich gemacht, weil wir die schnellste Reaktionszeit hatten“, so Florian Pflüger. Und die sorgte bei der Landesmeisterschaft dafür, dass ihr rot-schwarzer Mini-Rennwagen für die 20 Meter gerade mal 1,4 Sekunden brauchte. Wie schnell das ist, zeigten die Jungs den Gästen anhand eines Videos von der Meisterschaft. Als die kleinen Autos über die Bahn sausten, ging ein staunendes Raunen durch die Science-Lounge. „Und zack sind die Wagen im Ziel, da kommt selbst die Kamera kaum mit“, kommentierte Bennet den Film.

Für die Deutsche Meisterschaft, die im Mai in Stuttgart stattfindet, wollen die Vier ihren Wagen sogar noch schneller machen. „Toll wäre es die Räder zu lasern anstatt zu fräsen, denn das ist viel genauer“, schwärmte der Produktionsingenieur. Die Studierenden, die den Schülern vor und beim Wettbewerb zur Seite standen, nickten bestätigend. Auch sie hat das Rennfieber gepackt. „Trotz Prüfungsphase haben wir viel Zeit investiert, weil es einfach Spaß macht mit den Jungs zu den Sponsoren zu fahren und das Auto immer weiterzuentwickeln“, sagte Falko Fiedler, Student der Produktionstechnologie an der Hochschule Bremerhaven. Klar, dass die Studierenden die Fantastic Four auch nach Stuttgart begleiten werden – und wer weiß, vielleicht auch bald zur Weltmeisterschaft des Schüler-Wettbewerbs.

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