Vom gelben Sack zurück ins Regal. Logistik-Studierende der Hochschule Bremerhaven besuchen Sortieranlage

Studierende des Masterstudiengangs Logistics Engineering and Management gemeinsam mit Ingo Klimm, Leiter der Sortieranlage der Firma Nehlsen, vor einer Wertstoffhalde gesammelter Kunststoffverpackungen
Studierende des Masterstudiengangs Logistics Engineering and Management gemeinsam mit Ingo Klimm, Leiter der Sortieranlage der Firma Nehlsen, vor einer Wertstoffhalde gesammelter Kunststoffverpackungen
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Folien, Becher, Dosen, Ampullen oder Getränkeflaschen, nach dem Gebrauch landen sie im gelben Sack. Doch schon einige Wochen später stehen sie wieder in den Ladenregalen, als neue hochwertige Verpackungen. Damit dies möglich ist, muss der Abfall eingesammelt, transportiert, sortiert, gereinigt und wiederverwertet werden. Für Studierende des Masterstudiengangs Logistics Engineering and Management der Hochschule Bremerhaven ein reizvolles späteres Arbeitsgebiet. Im Rahmen einer Exkursion besichtigten elf Studierende gemeinsam mit Prof. Dr. Dieter Heimann die Sortieranlage für Leichtverpackungen der Firma Nehlsen in Bremen. Direkt vor Ort informierten sie sich über die logistischen Prozesse der Wertstoffsortierung und -aufbereitung.

Für Verbraucher ist Müllentsorgung keine große Herausforderung: Müll in die Tonne, der Müllwagen kommt, fertig. Für Logistiker sind die Anforderungen an ihre Arbeit innerhalb der so genannten Kreislaufwirtschaft enorm. So sollen die Sammelfahrzeuge effizient genutzt werden, Sortieranlagen müssen schnell und genau Materialien erkennen und exakt aufteilen. Auch falsch entsorgter Abfall muss erkannt und von den verwertbaren Stoffen getrennt werden. Dafür sind kilometerlange Gurtfördersysteme nötig. Sortiertrommeln, Windsichter, Magnet- und Wirbelstromabschneider sowie Nahinfrarot-Sortiertechniken garantieren die Sortierqualität. Über alle diese vielfältigen Anforderungen, die die angehenden Absolventen der Hochschule Bremerhaven auf diesem Gebiet erwarten würden, erhielten sie im Rahmen der Firmenbesichtigung ein umfassendes Bild.

Schließlich sind es Logistiker, die mit immer effektiveren Systemen und Lösungen die Umwelt schonen und Kosten für die Wertstoffsortierung und -aufbereitung senken können. Ein Arbeitsgebiet, das vom internationalen Wettbewerb geprägt ist. Denn vor dem Hintergrund der mit einer Globalisierung sich zunehmend verschärfenden Wettbewerbssituation besteht fortlaufender Forschungsbedarf zur Entwicklung innovativer Logistiklösungen. Dabei müssen Forderungen von Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit genauso berücksichtigt werden wie eine vollständige Umsetzung des kreislaufwirtschaftlichen Grundgedankens. Forschungsbedarf ist also garantiert, der sich über die klassische Kreislaufwirtschaft hinausgehend auch auf angrenzende Fragestellungen u.a. der ressourcenschonenden Verpackungsverwendung erstreckt. Eine logistische Herausforderung, die interessierte Studierende der Logistik-Studiengänge Logistics Engineering and Management sowie Transportwesen/Logistik der Hochschule Bremerhaven auch in ihrer Abschlussarbeit aufgreifen wollen.

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