Anwenderzentrum unterstützt beim Optimieren

Auf der Forschungsfreifläche im Haus Z auf dem Campus der Hochschule Bremerhaven  entsteht ein Teil des neuen Anwenderzentrums für Windenergie-Feldmessungen (AWF).
Auf der Forschungsfreifläche im Haus Z auf dem Campus der Hochschule Bremerhaven entsteht ein Teil des neuen Anwenderzentrums für Windenergie-Feldmessungen (AWF).
Quelle: Thilo Vogel, lichtografie

Auf dem Campus der Hochschule Bremerhaven hat das Fraunhofer Anwenderzentrum für Windenergie-Feldmessungen (AWF) im Oktober seine Pforten geöffnet.

Unter Federführung des Fraunhofer IWES und des Instituts für Windenergie der Hochschule Bremerhaven fk-wind: bietet das Zentrum mechanische Beanspruchungsmessungen an. Diese Daten liefern Know-how zur Optimierung von Windenergieanlagen und deren Komponenten.

Der weltweite Wettbewerb um die leistungsstärksten Windenergieanlagen (WEA) und die kostengünstigste Stromproduktion ist hart. Mit technologischen Innovationen können Hersteller und Betreiber ihren Vorsprung sichern. Vor allem die immer leistungsstärkeren Anlagen erfordern neue Konzepte, da mit Zunahme der Leistung auch die Lasten auf die WEA und ihre Komponenten steigen. Messungen und die Erfassung des technischen Betriebszustands von WEA "im Feld" geben Aufschluss über die mechanischen Beanspruchungen sowie übermögliche Ursachen von Schäden. Die Messkampagnen liefern Anlagen- und Komponentenherstellern sowie Windparkentwicklern und -betreibern die notwendige Datenbasis zur Optimierung ihrer Produkte bzw. zur Anpassung von Regelung und Betriebsführung.

"Zum Angebot des Fraunhofer Anwenderzentrum für Windenergie-Feldmessungen gehören Messdienstleistungen an Prototypen und an Bestandsanlagen, aber auch die Entwicklungneuer Sensoren, Mess- und Analyseverfahren", berichtet Prof. Hans-Gerd Busmann, Leiter des AWF seitens des Fraunhofer IWES. Darüber hinaus strebe das AWF die Akkreditierung als Prüflabor an, damit Kunden die Testergebnisse auch für die Zertifizierung ihrer Produkte verwenden können. "Ein Vorzug des Anwenderzentrums liegt in seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit", erläutert Prof. Henry Seifert, Leiter des AWF seitens der fk-wind: an der Hochschule Bremerhaven. Es bestehe keine Vernetzung zu Software-Herstellern, Ingenieurbüros oder Zertifizierungseinrichtungen, sodass unabhängige Beurteilungen z.B. von Schadensfällen gewährleistet seien.

Gemeinsam erfolgreich und anwendungsorientiert

Das Fraunhofer IWES und die fk-wind: forschen seit langem auf dem Gebiet der WEA-Technik und waren bereits in gemeinsamen Projekten erfolgreich. Durch Bündelung der Kompetenzen kann das AWF auf ein umfangreiches Know-how und einen versierten Mitarbeiterstamm sowie die erforderliche Infrastruktur zurückgreifen. Neues Personal für das Anwenderzentrum wird derzeit zusätzlich rekrutiert.

Die fk-wind: betreibt an der Hochschule Bremerhaven angewandte Forschung auf dem Gebiet der Windenergietechnik in enger Zusammenarbeit mit dem Bachelorstudiengang "Maritime Technologien" und dessen Schwerpunkt "Windenergie-und Meerestechnik sowie dem Masterstudiengang "Windenergietechnik".

Das Fraunhofer IWES steht für angewandte Forschung und Entwicklung. Die Forschungsgebiete des IWES umfassen das gesamte Spektrum der Windenergie sowie die Integration der erneuerbaren Energien in die Versorgungsstrukturen.

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