Dr. Hans-Gerd Busmann zum Honorarprofessor an der Hochschule Bremerhaven berufen

Prof. Dr. Josef Stockemer überreicht Dr. Hans-Gerd Busmann die Urkunde zur Ernennung als Honorarprofessor der Hochschule Bremerhaven
Prof. Dr. Josef Stockemer überreicht Dr. Hans-Gerd Busmann die Urkunde zur Ernennung als Honorarprofessor der Hochschule Bremerhaven
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Er baute das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES auf und ist auch im Forschungsbereich eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Mit Dr. rer.nat. habil. Hans-Gerd Busmann wurde jetzt an der Hochschule Bremerhaven sozusagen einer der Mitbegründer der Windenergie am Standort Bremerhaven zum Honorarprofessor berufen. „Wir sind stolz darauf, einen solch reputierten Experten als Mitglied der Hochschule gewonnen zu haben“, so Prof. Dr. Josef Stockemer, Rektor der Hochschule Bremerhaven. Durch die Honorarprofessur werde einerseits seiner wissenschaftlichen Reputation Rechnung getragen und andererseits die enge Verzahnung der fk-wind:Institut für Windenergietechnik der Hochschule Bremerhaven mit dem Fraunhofer IWES weiter intensiviert. In einem kleinen, feierlichen Rahmen überreichte der Rektor der Hochschule Bremerhaven dem heutigen Leiter „Leiter Testzentren und Infrastruktur“ im Fraunhofer IWES die Urkunde.

Nach seinem Physikstudium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen promovierte der heute 54-Jährige am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie auf dem Gebiet der Physikalischen Chemie. Im Anschluss wirkte er am Aufbau des „FMF – Freiburger Materialforschungszentrums“ an der Universität Freiburg mit. Seine Habilitation, die verfasste er über Untersuchungen zur Bildung, Struktur und Stabilität von kondensiertem Kohlenstoff verfasste, reicht er an der Technischen Universität Clausthal.

1993 führten ihn seine Wege ins Land Bremen. Zunächst arbeitete er als Angestellter am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (Fraunhofer IFAM). Vertreter der Industrie und der Wirtschaftsförderung in Bremerhaven baten ihn dann, seine Expertise in den Aufbau eines Technologieschwerpunktes für die Windenergienutzung einzubringen. Seit 2003 ist Dr. Busmann intensiv mit Forschung und Entwicklung von Testverfahren im Bereich der Windenergietechnik tätig. In Bremerhaven übernahm er schließlich 2006 die geschäftsführende Leitung des Fraunhofer-Centers für Windenergie und Meerestechnik (Fraunhofer CWMT). 2009 gründete er schließlich das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energietechnik mit und übernimmt die kommissarische Institutsleitung. Heute ist er dort für die Entwicklung und den wirtschaftlichen Betrieb der Testzentren und Infrastruktur zuständig.

Insgesamt verfasste Dr. Busmann mehr als 50 wissenschaftliche Artikel und war Sprecher von rund 30 angemeldeten Konferenzbeiträgen. „Neben meinen Forschungstätigkeiten und meiner beruflichen Tätigkeit habe ich immer gerne mit Studierenden zusammengearbeitet und mein Wissen über Forschungsthemen weitergegeben“, so Dr. Busmann. Deswegen sei es eine große Ehre für ihn, sich aktiv als Honorarprofessor in die Lehre an der Hochschule Bremerhaven einzubringen. Künftig wird er u.a. die Themen „Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Windenergieanlagen und Systemen und deren Betriebszustandserfassung“ unterrichten. Zudem kann er Kenntnisse im Bereich der Materialwissenschaften, Lebensdauerprognosen, Lebensdauerberechnungen, Testverfahren vermitteln. Darüber hinaus hat sich Dr. Busmann vorgenommen, ein Praktikum zu Faserverbundwerkstoffen aufzubauen, in dem Materialeigenschaften und der Entwurf von Komponenten, die Fertigung von FVK-Komponenten /-prüflingen und deren mechanische Prüfung enthalten sind.

„Als promovierter und habilitierter Wissenschaftler mit umfangreichen Erfahrungen in Lehre und Forschung gibt Dr. Busmann sehr viel an unsere Studierenden weiter“, freut sich auch Prof. Henry Seifert, Leiter des Studiengangs Windenergietechnik sowie Leiter der fk-wind: Institut für Windenergietechnik der Hochschule Bremerhaven über die Bereicherung.

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