Gewinner des Wettbewerbs „Studienpioniere“

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Quelle: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Konzept der Hochschule Bremerhaven überzeugte im Finale

"Wir freuen uns, dass unser Konzept überzeugte und wir künftig Studienpioniere verstärkt unterstützen können", so der Rektor der Hochschule Bremerhaven, Prof. Dr. Josef Stockemer, nach der Bekanntgabe der Gewinner. Mit ihrem Konzept "Alle an Bord! Studienpioniere anheuern und auf Kurs bringen" zählt die Hochschule Bremerhaven zu den zehn Gewinner-Hochschulen des Wettbewerbs "Studienpioniere", den der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Stiftung Mercator ausgelobt hatten. Damit setzte sich die Hochschule am Meer gegen rund 60 Mitbewerber durch. Die Stiftung Mercator und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fördern die Wettbewerbsgewinner zur Verwirklichung ihrer Konzepte mit jeweils bis zu 170.000 Euro. Zusätzlich zahlen sie 18 Studierenden an jeder der zehn Hochschulen Stipendien in Höhe von monatlich 150 Euro. Diese werden durch das Deutschlandstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf insgesamt 300 Euro pro Monat aufgestockt.

"Mit der Initiative wollen wir Talenten, die sich als erste in ihrer Familie für ein Studium entscheiden, die Tür für ein erfolgreiches Studium öffnen. Diese Studienpioniere haben in Deutschland nämlich ungleich mehr Hürden zu überwinden als Kinder aus Akademiker-Familien. Das gilt insbesondere, wenn sie oder ihre Eltern nach Deutschland zugewandert sind", sagt Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.

Ziel des Projekts der Hochschule am Meer ist es bessere Bildungs- und Aufstiegschancen für Erstakademiker zu schaffen, indem unter anderem Jugendliche aus Nicht-Akademiker-Familien frühzeitig informiert, während ihres Studiums unterstützt und beim Übergang in den Beruf begleitet werden sollen. So werden beispielsweise spezielle Kurse zum Zeitmanagement, zu Lerntechniken, wissenschaftlichem Schreiben etc. angeboten, um Studieninteressierte bzw. Studienanfängerinnen und -anfänger aus bildungsfernen Familien sinnbildlich "über eine Gangway an Bord" zu holen. Darüber hinaus ist geplant, Studienpionieren für die gesamte Studiendauer professorale Berater als Lotsen an die Seite zu stellen, die in regelmäßigen Gesprächen intensive Hilfestellung bei der Planung des Studienverlaufs im Hinblick auf die individuellen Neigungen, Fähigkeiten und Bedürfnisse bieten. In Seminaren und Einzelberatungen nimmt das Career Service Center im Sinne einer studienbegleitenden, d.h. weit vor Beginn der eigentlichen Bewerbungsphase ansetzenden Karriereplanung mit den Studienpionieren eine Standortanalyse und eine Zielbestimmung in Bezug auf die zukünftige Berufstätigkeit vor, analysiert die Stärken und Schwächen und weist mit Hilfe des Kompass den richtigen Kurs zur Verfolgung der identifizierten Ziele. "Insgesamt wollen wir auf diese Weise die bisher unterrepräsentierte Gruppe junger Menschen ansprechen und erfolgreich ins Berufsleben begleiten, die aus Familien ohne akademischer Tradition stammen", so der Rektor. "Das von Frau Dr. Helga Schiwek so überzeugend und mit maritimen Metaphern entwickelte Konzept wurde in einer Anhörung von Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Konrektor für Studium und Lehre, Sabine Seemann von der Servicestelle Lernen und Lehren sowie dem Schiffsbetriebstechnikstudenten Falk Oberländer vorgetragen und hat anscheinend auch die unabhängige Jury aus anerkannten Fachleuten überzeugt."

Neben der Hochschule Bremerhaven werden im Rahmen der Initiative Studienpioniere ebenfalls gefördert die Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum, die Hochschule Bochum, die Fachhochschule Dortmund, die Fachhochschule Düsseldorf, die Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo, die Hochschule Ludwigshafen am Rhein, die Technische Hochschule Nürnberg und die Hochschule Osnabrück. Die Westfälische Hochschule hat in den letzten Jahren Erfahrung im Aufbau von Studienangeboten gesammelt, die neue Studierendengruppen ansprechen, und wurde für diese Angebote bereits ausgezeichnet.

"Die ausgezeichneten Fachhochschulen zeigen, dass eine chancengerechtere Bildung möglich ist und wie sie vor Ort verwirklicht werden kann. Davon profitieren nicht nur die Studienpioniere selber, sondern letztlich auch unser Land, das heute mehr denn je darauf angewiesen ist, dass jeder Jugendliche sein Potenzial voll entfalten und zum Nutzen der Gesellschaft einsetzen kann", sagt Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes.

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