Hochschule Bremerhaven, Biozoon und Schoppenhauer wollen Eiweiß aus Fischresten gewinnen

Prof. Dr. Hauke Hilz
Prof. Dr. Hauke Hilz
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Kann das Eiweiß, das bei der Fischverarbeitung bislang übrig bleibt, sinnvoll weiter verwendet werden? An dieser Frage arbeitet die Hochschule Bremerhaven gemeinsam mit den Unternehmen Schoppenhauer und Biozoon in einem neuen Forschungsprojekt. „Bundesweit wird mittlerweile für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen geworben. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen und irgendwann zu einer Totalverwertung – also einer Abfallfreien Verarbeitung von Fischen – kommen“, so Prof. Dr. Hauke Hilz, Professor für Lebensmittelchemie und Projektleiter an der Hochschule Bremerhaven. So erforschen die Lebensmitteltechnologen an der Hochschule Bremerhaven jetzt, wie sie wertvolles Protein aus den Überresten der Fischverarbeitung gewinnen können.

„Wir produzieren bereits Lachsöl aus den Mittelgräten, die bei der Lachsfilet-Produktion übrig bleiben“, so Jens Schoppenhauer, Geschäftsführer der Louis Schoppenhauer GmbH. Da hätten sie sich seit langem schon gefragt, ob man mit dem übrig bleibenden Eiweiß nicht auch noch etwas Sinnvolles machen kann. Mit der Biozoon Food Innovations GmbH ist ein Unternehmen mit im Projekt, das das gewonnene Eiweiß in Produkten verarbeiten kann. „Eine Möglichkeit kann die gezielte Anreicherung von Speisen mit Eiweiß sein. Wir machen das bereits zur speziellen Ernährung von älteren Menschen“, erläutert Geschäftsführer Matthias Kück die Rolle von Biozoon.

Gefördert wird das Projekt „Gewinnung von hochwertigem Protein für die menschliche Ernährung aus Nebenprodukten der Lachsölherstellung“ (kurz: PRONELA) durch die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH im Rahmen der Betrieblichen Forschung, Entwicklung und Innovation.

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