Kinder-Uni der Hochschule Bremerhaven versetzt Flugzeugfans in Staunerei

Diese Niete soll den Airbus A380 zusammenhalten? Die Nachwuchsforscher staunten nicht schlecht, als zwei Ingenieurinnen von Premium AEROTEC GmbH, Nordenham, die kleinen Bauteile für den Flieger gezeigt und herumgegeben haben. Damit leiteten Franzisca Heidke und Ann-Christin Bäkermann die erste Kinder-Uni der Hochschule Bremerhaven (An der Karlstadt 8 in Bremerhaven) für das Sommersemester ein. Thema der einstündigen Veranstaltung war die Fliegerei.

Dabei ging es nicht nur um den Supervogel, der in Teilen auch in Deutschland gefertigt wird und inzwischen die Welt umkreist, sondern um die Geschichte des Fliegens generell und die Frage, warum Flugzeuge überhaupt in der Luft bleiben. „Leonardo da Vinci beobachtete vor rund 500 Jahren Vögel und fertigte Skizzen darüber an“, sagt Urthe Gebauer, Organisatorin der Kinder-Uni und Mitarbeiterin der Kontaktstelle Schule-Hochschule in der Stabsstelle Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Bremerhaven. „Dann kamen Heißluftballons, Gleitflugzeuge und die ersten Motorflieger.“ Im Ersten Weltkrieg entstanden die ersten Passagierflugzeuge.

Anhand der Maße des A 380 machten die Referentinnen von Premium AEROTEC GmbH bildlich die Unterschiede zwischen den Flugpionieren und den heutigen Top-Maschinen deutlich: 15.000 Kilometer Reichweite, knapp ein Fußballfeld groß, vier Triebwerke und so hoch wie fünf Giraffen übereinander hat das Topmodell von Airbus. Sein Gewicht ist so groß wie das von 55 Elefanten. Doch wie ist so ein Flugzeug eigentlich entstanden? „Das war so“, berichteten Heidke und Bäkermann: „Nachdem die Flugzeuge entworfen und erste Prototypen gebaut worden waren, gab es Testflüge mit Wassertanks anstelle von Passagieren. Die Piloten trugen dabei Fallschirme.“

Bei den Ausführungen unterbrachen die acht- bis zwölf- Jährigen Teilnehmer die beiden Ingenieurinnen immer wieder mit ihren Fragen: „Wie wird so etwas denn gebaut?“ war eine davon. „Die verschiedenen Aerotec-Werke fertigen bestimmte Flugzeugsektionen an“, sagte Heidke. „Die werden dann zu einem weiteren Standort per Luft oder Wasser transportiert und dort zu einem Flugzeug zusammengefügt“, ergänzte Bäkermann. Und auch auf die Frage, woraus die Flugzeuge denn überhaupt bestehen, konnten sie den staunenden Kindern beantworten. „Aus Aluminium. Und diesen kleinen, starken Nieten.“

Die nächste Kinder-Uni der Hochschule Bremerhaven findet am Montag, den 15. April, um 16.30 Uhr statt. Karten sind für "Reisen zu Löwe, Affe, Katta und Co. - Naturverträglich oder schädlich? ab sofort für 1 Euro an der Hochschul-Info (An der Karlstadt 8 in Bremerhaven) zu den Öffnungszeiten erhältlich.

Bremen Vier ist mit der Hörfunksendung „Zebra Vier" in diesem Jahr Medienpartner der Kinder-Uni der Hochschule Bremerhaven. Die Sendung „Zebra Vier" bietet speziell für die jungen Hörer spannende Experimente und interessante Interviews sowie viel Überraschendes zu Themen rund um Natur, Technik und Gesellschaft. Jeden Sonntag von 8 bis 11 Uhr bei Bremen Vier. Infos unter www.bremenvier.de.

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