Neues Forschungsprojekt bewilligt

UTUBI - das neue Forschungsprojekt zu Untersuchungen von möglichen Turmvarianten von Windenergieanlagen (WEA) in verschiedenen Höhen von zurzeit typischen Binnenlandwindenergieanlagen wurde jetzt bewilligt
UTUBI - das neue Forschungsprojekt zu Untersuchungen von möglichen Turmvarianten von Windenergieanlagen (WEA) in verschiedenen Höhen von zurzeit typischen Binnenlandwindenergieanlagen wurde jetzt bewilligt
Quelle: Prof. Dr.-Ing. Holger Lange

fk-wind: untersucht mögliche Turmvarianten von Windenergieanlagen in verschiedenen Höhen

"Der Turm und das Fundament machen mittlerweile 40 Prozent der Gesamtkosten einer Windenergieanlage aus, deshalb ist der Druck auf die Industrie sehr hoch, um effiziente Lösungen zu entwickeln", erklärt Prof. Dr.-Ing. Holger Lange die Ausgangslage für das neue Forschungsprojekt. Unter dem Titel "Untersuchungen von möglichen Turmvarianten von Windenergieanlagen (WEA) in verschiedenen Höhen von zurzeit typischen Binnenlandwindenergieanlagen (UTUBI)" entwickelt und optimieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fk:wind: Institut für Windenergie der Hochschule Bremerhaven in den kommenden drei Jahren Türme für Binnenwindenergieanlagen unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen an Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit.

In der Vergangenheit verblieb den Unternehmen aufgrund der weltweit rasanten Entwicklung der Windenergie im Onshore-Bereich meist nur wenig Zeit und Ressourcen, um neue und innovative Entwicklungen zu testen und umzusetzen. So wurden u.a. viele verschiedene Turmkonzepte (Stahlrohr, Beton, Gittermast, Holzvollwand) eingesetzt und entwickelt, ohne genau zu wissen, was die technisch und wirtschaftlich beste Lösung darstellt. Dabei erfolgte die Auslegung der Turmstrukturen zudem immer sehr konservativ, was u. a. mit einem hohen Kosten- und Materialaufwand verbunden war. Jetzt steht die Branche umso mehr vor der Herausforderung, eine optimale Lösung zu finden, um beispielsweise auch an Standorten am Land, die wegen zu schwachem Wind mit den gängigen Konzepten bislang ungeeignet waren, effiziente Anlagen aufzubauen.

Gefördert durch den Projektträger Jülich erforscht die fk-wind: diese Problematik auf mehreren Ebenen, denn sowohl das Optimierungsverfahren an sich als auch die zu erwartenden Einsparungen an Kosten, Material und Energie bieten einen hohen Innovationsgrad mit einem großen Umsetzungs- und Transferpotential. Dies gilt auch für die Bereiche Konstruktion, Fertigung und Montage sowie Logistik der Komponenten für WEA. Gerade bei Binnenlandstandorten werden von der Windindustrie besonders große Turmhöhen gefordert, um in ertragsreiche Windzonen zu gelangen und den topografischen Gegebenheiten zu begegnen. Hiermit gehen Anforderungen an die Struktur, das Gewicht, die Fertigung und die Handhabbarkeit bei Aufbau und Montage einher. "Wir freuen uns auf die Forschungsarbeit und können diese neuen Aspekte auch direkt in die Lehre zu integrieren", so Prof. Lange.

Zugehörige Dokumente

Zurück zur Übersicht