Professoren präsentieren Forschungsergebnisse auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Prof. Dr.-Ing. Rainer Dammer und Prof. Dr. med. Thomas Carus am Forschungsprojekt mit einem Studierenden
Prof. Dr.-Ing. Rainer Dammer und Prof. Dr. med. Thomas Carus am Forschungsprojekt mit einem Studierenden
Quelle: Pressefoto, Bildnachweis: Hochschule Bremerhaven

Über die neusten Ergebnisse der anwendungsorientierten Forschung im Bereich der Minimal Invasiven Chirurgie referierten Prof. Dr. med. Thomas Carus und Prof. Dr.-Ing. Rainer Dammer beim 130. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. In ihrem Vortrag stellten die beiden Professoren der Hochschule Bremerhaven den „Einsatz einer Videobrille im minimal-invasiven Modellversuch im Vergleich zur Bildschirmdarstellung“ vor. Mit 5000 Teilnehmern zählt diese Veranstaltung zu den weltgrößten chirurgischen Kongressen. Ergänzend zu dem gemeinsamen Vortrag wurden in einer Posterausstellung zudem aktuelle Ergebnisse zu dem Thema Kollateraler Gewebeschaden beim Einsatz verschiedener Koagulationstechniken im laparoskopischen, perfundierten Lebermodell vorgestellt.Gegründet 1872 zählt die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie heute mit ihren mehr als 6600 Mitgliedern zu den ältesten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und vertritt als Dachgesellschaft gleichzeitig zehn chirurgische Fachdisziplinen. Im Zuge des traditionsreichen Deutsche Chirurgenkongress werden jedes Jahr schwerpunkts- und gebietsübergreifenden Themensetzung behandelt. In diesem Jahr war ein Tag in München dem Thema „Zukunftssicherung durch Innovation“ gewidmet. Gemeinsam mit medizintechnischen und industriellen Partnern und Forschungseinrichtungen wurden technische und biomedizinische Entwicklungen in den operativen Techniken aber auch insbesondere in der Bildgebung und IT bis hin zu Navigation und Robotik sowie Molekularbiologie behandelt. Dabei betrafen die Vortragsthemen Standardverfahren, große Studien, Innovationen und technische Aspekte.

Im Mittelpunkt des Vortrags, den die Professoren des Studiengangs Medizintechnik, vor dem Fachpublikum hielten, standen die Möglichkeiten einer immer besseren Visualisierung des Körperinneren. Erreicht werden kann dies durch moderne MIC-Monitore oder durch medizinische Videobrillen, sogenannte Head Mounted Displays (HDM). Durch einen direkten Vergleich der unterschiedlichen technischen Systeme in einem realistischen minimal-invasiven Modellversuch konnten messbare Vorteile einer Visualisierung gegenüber einer Bildschirmdarstellung ermittelt werden.

In der begleitenden Industrieausstellung, bei der alle namhaften Firmen rund um die Chirurgie aller Fachgebiete vertreten sind, werden Innovationen und neue Techniken, aber auch die Wünsche nach speziellen Instrumenten, direkt vor Ort mit den Firmen diskutiert. „Viele Ideen zu Versuchen in der Entwicklungsplattform MIC der Hochschule am Meer wurden im Rahmen der Chirurgenkongresse mit den Firmen besprochen und später in enger Kooperation durchgeführt“, so Prof. Carus. Von deutscher Seite beteiligen sich alle chirurgischen Fachgesellschaften wie z.B. die Allgemein- und Visceralchirurgie, die Unfall- und orthopädische Chirurgie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie, so dass auf Basis der Gespräche weitere Projektideen zwischen der Hochschule Bremerhaven und der medizintechnischen Industrie zu erwarten sind.

„Ich freue mich sehr über die Anerkennung, auf diesem, für die chirurgische Fachwelt bedeutenden Kongress, vertreten sein können“, so Prof. Dammer. Dabei hebt er besonders hervor, dass die präsentierten Themen in der Lehre des Studiengangs behandelt werden und Examensarbeiten und studentische Projekte haben mit zu den vorgestellten Ergebnissen beigetragen. Dies zeige gleichermaßen die Qualität wie die Aktualität der Lehre und der anwendungsorientierten Forschung im Studiengang Medizintechnik.

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