Kreativität in 3D

Impressionen des Koggethon
Impressionen des Koggethon
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Erwartungen beim KOGGETHON der Hochschule Bremerhaven und des Deutschen Schiffahrtsmuseum übertroffen

Rund 30 Schülerinnen, Schüler und Studierende widmeten sich eine Nacht lang im Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM) dem Modellieren, Digitalisieren und Programmieren rund um die Kogge. Begleitet wurden sie von Informatik-Professorinnen und -Professoren der Hochschule Bremerhaven sowie von Expertinnen und Experten des Schiffahrtsmuseums. Die Idee zu dieser "Koggethon" genannten langen Nacht der Informatik ist aus der langjährigen Kooperation zwischen der Hochschule Bremerhaven und dem DSM entstanden.

Kreative Ideen zur Verwertung seiner Daten verspricht sich das Schiffahrtsmuseum von dieser Veranstaltung. Den Informatik-Professorinnen und -Professoren ist es wichtig zu zeigen, dass Informatik mehr ist als isoliertes Programmieren im stillen Kämmerchen: Arbeiten in Teams und kleinen Projekten, kreatives Entwerfen von Ideen, Modelle bauen und erkunden, wie diese sich digitalisieren und programmieren lassen, sind typische Herangehensweisen der Informatik. Gerade auch interessierte Schülerinnen und Schüler konnten das beim Koggethon - unterstützt von erfahreneren Informatik-Studierenden - ausprobieren. Das Thema Kogge und der Kontext des Schiffahrtsmuseums machen zudem deutlich, dass Ergebnisse der Informatik auch für kulturelle Zwecke nutzbringend eingesetzt werden können. Technik- und Kulturwissenschaften rücken hier auf ganz praktische Weise näher zusammen.

Die Ergebnisse der Veranstaltung haben die Erwartungen der Veranstaltenden übertroffen. Nach einer arbeitsintensiven Nacht präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stolz selbst programmierte 3D-Minispiele, die per Handy im Browser gespielt werden können. Zudem gab es ein 3D-Modell der Kogge zu sehen, das sich auf dem Multitouchtisch drehen lässt sowie ein 3D-Schiffmodell, das durch ein virtuelles Wasserbecken gesteuert werden kann. Höhepunkt der Nacht war ein mit einem Minicomputer und Sensoren ausgestattetes Boot, das im Wasserbecken des Schiffahrtsmuseums per Handy und W-LAN ferngesteuert wird, wobei die Bilder der Bootskamera live auf einem PC verfolgt werden können.

Wegen des großen Anklangs wird für kommendes Jahr bereits das nächste Koggethon angedacht. Erste Impressionen finden sich auf www.youtube.com/watch?v=MtFvRkShmoA

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