Arbeitsschutz in der Industrie 4.0

Ralf Sengstaken beim Vortrag
Ralf Sengstaken beim Vortrag
Quelle: Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens

Sicherheitsexpertinnen und -experten tagen an der Hochschule Bremerhaven

"Industrie 4.0 - ein Schreckgespenst?" - dieser Frage ging Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens bei der ersten Fortbildungsveranstaltung für betriebliche Sicherheitsexpertinnen und -experten aus der Region nach. In Kooperation mit dem Studiengang "Integrated Safety and Security Management" (ISSM) informierte die Fachvereinigung Arbeitssicherheit e.V. des Landes Bremen die Teilnehmenden über aktuelle Entwicklungen im Arbeitsschutz. Im Fokus standen dabei das Thema "Industrie 4.0" und die möglichen Auswirkungen auf den Arbeitsschutz der Zukunft.

Im Vortrag von Prof. Arens zeigt der Blick in die Zukunft, dass das Zusammenspiel von Mensch und Maschine immer bedeutsamer wird. Dies mache sich heute schon durch automatisierte Maschinen und den Einsatz von Datenbrillen bemerkbar. Ebenfalls ändere sich die Arbeitsorganisation, hieß es im Vortrag. "Neue Arbeitsformen, wie die Virtuelle Teamarbeit, entstehen und damit auch die Anforderungen an die Gestaltung einer sicheren und gesunden Arbeitswelt", erklärt Prof. Arens. Die Sicherheitsexpertinnen und - experten würden ihre Beratungsleistungen zukünftig anpassen müssen und sich ständig weiterbilden, stellt der Sicherheitsexperte fest.

Über persönliche Schutzausrüstung informierte Ralf Sengstaken der Firma CORFIL Handelsgesellschaft mbH. Der Geschäftsführer und Absolvent der Hochschule Bremerhaven erläuterte am Beispiel des Anseilschutzes der Firma 3M, auf welche Weise Industrie 4.0 die Entwicklung und Gestaltung des Produktes beeinflusst. Eine Virtuelle Brille kann so beispielsweise den Absturz aus 12 m Höhe nachstellen. "Die Bereitschaft der Mitarbeiter, die im Unternehmen bereitgestellte Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) zu benutzen, erhöht sich deutlich, wer einmal virtuell abgestürzt ist", so Sengstaken. Die Entwicklungen hin zur Industrie 4.0 lassen auch in Zukunft weitere Veränderungen erwarten, prognostizieren die Sicherheitsexpertinnen und -experten.

Zum Abschluss ziehen die mehr als 30 Sicherheitsexpertinnen und -experten der Fachvereinigung Arbeitssicherheit e.V. eine positive Bilanz. Weitere Fortbildungsveranstaltungen sind bereits geplant: So wird schon im November die nächste Veranstaltung an der Hochschule zum Thema "Berufskrankheiten" stattfinden.

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