Convenience Food aus dem Labor

Studierende begutachten das hergestellte Convenience Food
Studierende begutachten das hergestellte Convenience Food
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Studierende der Lebensmitteltechnologie/-wirtschaft testen Theorie in der Praxis

Pizza, Frühlingsrollen und sogar Kuchen - das befindet sich alles im Tiefkühlregal im Supermarkt des Vertrauens. Doch wie wird das sogenannte Convenience Food so verbraucherfreundlich wie möglich entwickelt? Studierende des Studiengangs Lebensmitteltechnologie/-wirtschaft lernen dies theoretisch sowie praktisch im Modul "Angewandte Technologie Convenience Food/Sea Food" an der Hochschule Bremerhaven.

"Entwicklung von unterschiedlichen Convenience Foods" - so lautet die Aufgabe für die Studierenden im Labor. Bei Convenience Food handelt es sich, frei aus dem Englischen übersetzt, um "bequemes" Essen - also Lebensmittel, die entweder verzehrfertig oder beispielsweise nochmal aufgebacken werden müssen. Im Labor der Hochschule Bremerhaven sollen die Studierenden mit vorgegeben Zutaten das gewünschte Gericht als Convenience Food samt Zubereitungsanleitung kreieren.

Zunächst müssen die Studierenden sich Gedanken machen, wie Frühlingsrollen oder Kuchen überhaupt zubereitet werden. Im nächsten Schritt wird überlegt, wie die Gerichte zu Convenience Food umgewandelt werden. Dabei müssen unterschiedliche Aspekte beachtet werden, zum Beispiel auf welcher Temperatur Essen eingefroren werden sollte oder wie heiß das Frittierfett sein darf, um keine krebserregenden Stoffe auszulösen. Am Ende soll ein sicheres Produkt für die Verbraucherschaft hergestellt werden. In dieser praktischen Übung lernen die Studierenden, wie eine eine bestehende Rezeptur in eine technologische umgeändert werden kann. Um Lebensmittel in großen Mengen mit hohen Qualitätsstandards zu produzieren, helfen beispielsweise Zusatzstoffe.

Ein Semester vorher wird den Studierenden das Wissen in der passenden Vorlesung vermittelt. Die Arbeit im Labor dient dann dazu, das Wissen zu festigen, aber auch um zu überprüfen, wie das Gelernte in der Praxis überhaupt funktioniert. Ob ihre Gerichte wirklich für eine Verbraucherschaft geeignet wären, testen die Studierenden an sich selbst. Genau nach Anweisung kochen die Gruppen die Gerichte untereinander nach und probieren, ob dies gelingt und schmeckt. Insbesondere die "Bedienungsanleitungen" sind dabei voller Fallstricke: Wurde auch dazu geschrieben, dass der Backofen vorgeheizt sein muss oder dass die Pizza ohne Plastikfolie in den Ofen kommt?

"Geklappt hat das bisher immer, und geschmeckt auch", so Lisa Weiß. Als studentische Hilfskraft und Studentin der Lebensmitteltechnologie/-wirtschaft unterstützt sie im Labor die Übungen. Drei Tage lang haben die Studierenden Zeit, ihre Gerichte zu perfektionieren. Kochaffin müssen die Studierenden für solche Übungen übrigens nicht sein. Meistens sind die Zutaten und Mengenabgaben genau gelistet. "Es ist also eher ein Wiegen und Messen, damit alles genau klappt und weniger Kochen nach Geschmack", so Lisa. Auch dieses Mal können sich die Ergebnisse sehen lassen. Ein bisschen Salz fehlt hier und da und die Frühlingsrollen könnten knuspriger sein, aber dem Convenience Food aus dem Tiefkühlregal kommen die Ergebnisse der Studierenden schon sehr nahe.

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