Müsliriegel aus Biertreber

Das Team: (v. l.) Thair Tobias Layes, Kilian Kranert und Moin Lotfi Aloucheh
Das Team: (v. l.) Thair Tobias Layes, Kilian Kranert und Moin Lotfi Aloucheh
Quelle: Titzian Grimm

Lebensmittelkreation von Studierenden belegt zweiten Platz im Finale des Wettbewerbs TROPHELIA 2018

Refuse-Reduce-Recycle: Nach diesen Kriterien entwickelten die Studierenden Thair Tobias Layes, Kilian Kranert und Moin Lofti Aloucheh aus dem Studiengang Lebensmitteltechnologie und -wirtschaft einen nachhaltigen und innovativen Müsliriegel aus Biertreber. Dieser überzeugte auch die Jury des nationalen Wettbewerbs TROPHELIA. Die kreative Riegelsorte der Studierenden der Hochschule Bremerhaven schaffte es auf den zweiten Platz des diesjährigen deutschlandweiten Ideenwettbewerbs des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e.V. (FEI). Gegen fünf Teams trat das Team der Hochschule am Meer im Finale an und durfte bei einer Verkostung ihren Müsliriegel "TrennBar" präsentieren.

Seit 2010 sucht TROPHELIA Deutschland jährlich die besten Ideen für innovative Lebensmittelprodukte, die auch mit einem ökologischen Benefit überzeugen. Dabei richtet sich der Wettbewerb an den studentischen Nachwuchs deutscher Hochschulen. Zu den besten sechs Teams aus 14 zählen nach Einreichung und Bewertung eines Produktdossiers die Bachelorstudierenden der Hochschule Bremerhaven, die von Prof. Dr.-Ing. Rainer Benning betreut werden.

Auf die Idee, einen Müsliriegel aus Biertreber, also Rückständen des Malzes bei der Bierherstellung, zu kreieren, kamen die Studierenden beim Brauen des hochschuleigenen Campusbräu-Biers. "Wir fanden es schade, den Biertreber nach jedem Brauvorgang zu entsorgen und kamen auf die sinnvolle Weiterverwendung dessen in der Lebensmittelbranche", erzählt das Team. Mit biotechnologischen Methoden schafften es die Studierenden, einen Kakao-Ersatz aus dem Biertreber herzustellen. Dieses schokoladige Aroma zeichnet auch den Geschmack des Müsliriegels aus. Der Biertreber wird dabei vom Braulabor der Hochschule bezogen und enthält keinen Alkohol.

Neben dem Treber beinhaltet der Riegel auch eine Vielzahl weiterer hochwertiger und funktioneller Zutaten. So hat beispielsweise ein Müsliriegel die gleichen gesundheitsförderlichen Eigenschaften wie eine Tasse grüner Tee. Warum der Müsliriegel "TrennBar" heißt, zeigt sich in einer ganz besonderen Eigenschaft: "TrennBar" kann nicht nur als Riegel genossen werden, sondern auch als Müsli. In der Milch "trennt" sich der Riegel nämlich in mundgerechte Stücke.

Wo im Vorentscheid das Konzept überzeugen musste, testete die kritische Jury im Finale die Produktmuster. Neben der Verkostung mussten die Teams einen 20 minütigen Vortrag über das Produkt halten. Die ersten drei Plätze wurden mit Preisgeldern prämiert. Doch auch wenn der erste Platz nicht belegt wurde, lohnt sich die Teilnahme am Wettbewerb für die Studierenden: Während den Vorträgen findet ein Kooperationsforum mit rund 100 Teilnehmenden statt, bei dem Kontakte mit Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern geknüpft werden können.

Mehr Informationen zu dem innovativen Müsliriegel gibt es auf https://www.facebook.com/TrennBar.

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