Nachhaltige Verpackungslösungen aus Makroalgen

Startschuss für das Projekt: (v.l.) Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff (HS Bremerhaven), Prof. Dr.-Ing. Frederike Reimold (HS Bremerhaven), Dr. Britta Grote (AWI), Robert Jung (Nordsee)
Startschuss für das Projekt: (v.l.) Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff (HS Bremerhaven), Prof. Dr.-Ing. Frederike Reimold (HS Bremerhaven), Dr. Britta Grote (AWI), Robert Jung (Nordsee)
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Hochschule Bremerhaven startet zweijährige Kooperation mit Alfred-Wegener Institut und Nordsee GmbH

Der Startschuss für das Forschungsprojekt Mak-Pak ist gefallen: Am 14. März wurde das Projekt für nachhaltige Verpackungslösungen aus Makroalgen für den Lebensmittelhandel mit einer gemeinsamen Vertragsunterzeichnung ins Leben gerufen. Kooperationspartner sind dabei die Hochschule Bremerhaven, das Alfred-Wegener Institut und die NORDSEE GmbH. Die Leitung und Koordination des Projekts übernimmt dabei die Hochschule Bremerhaven. Gefördert wird die Forschung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BLE). Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist im Rahmen des Programms der Innovationsförderung Projektträger.

Ziel des zweijährigen Mak-Pak Projektes ist es, eine nachhaltig produzierte, entsorgbare und bestenfalls essbare Verpackungslösung für Lebensmittel im Außerhausverzehr sowie Imbiss-Segment zu entwickeln. Geforscht wird nach einer Verpackung, die ausschließlich aus marinen, spezifischen Makroalgen-Rohstoffen zur Verwertung von Reststoffen besteht. Dabei soll das Rohmaterial für die Verpackung mit Extrakten ausgewählter Makroalgenarten veredelt werden, die bioaktive Stoffe beinhalten. "Damit wollen wir bewirken, dass die Verpackung nicht nur normiert und nachhaltig ist, sondern auch einen positiven Einfluss auf das zu verpackende Lebensmittel hat und für die Verbraucherschaft eventuell ein gesundheitlicher Mehrwert entsteht", erklären Prof. Dr.-Ing. Frederike Reimold und das Projektteam. Die Dozentin der Hochschule Bremerhaven ist Leiterin im Forschungsprojekt und lehrt im Bereich der Lebensmitteltechnologie und -wirtschaft. Herausforderung bei diesem Projekt wird insbesondere sein, dass die Verpackung weder nach Algen schmecke, noch abfärbe oder aufweiche, so Prof. Reimold.

Die Aufgabe der Hochschule besteht dabei aus der Produktion der passenden Rohstoffe für die Verpackung sowie die technische Entwicklung eines Verpackungskonzeptes. Welche Makroalgen für dieses Vorhaben überhaupt geeignet wären, wird das Alfred-Wegener-Institut erforschen. Das Verpackungsdesign konzipiert die Firma NORDSEE und testet diese nach der technischen Entwicklung in ihren Filialen. Im Februar 2020 soll das Mak-Pak Projekt voraussichtlich abgeschlossen werden.

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