Mit „AUREA“ Bremerhavens Wissenschaft erleben

Haben gemeinsam an AUREA gearbeitet: Malte Bothen, Tom Puschmann, Sandra Bause, Isabell Egloff, Steven Reckeweg, Tobias Köhnken (alle hintere Reihe), Bassel Bakkar, Jessy Afua Osei, Michael Troppa, Prof. Dr. Thomas Umland, Franziska Stenzel (Erlebnis Bremerhaven), Corinna Brand (Magistrat, Referat für Wirtschaft), Jaafar Chaaban, Ingrid Francine Djieya (vordere Reihe). Auf dem Bild fehlen: Jennifer Müller, Lucien Leroy Siani und Ornella Cyrielle Mamba Tagne
Haben gemeinsam an AUREA gearbeitet: Malte Bothen, Tom Puschmann, Sandra Bause, Isabell Egloff, Steven Reckeweg, Tobias Köhnken (alle hintere Reihe), Bassel Bakkar, Jessy Afua Osei, Michael Troppa, Prof. Dr. Thomas Umland, Franziska Stenzel (Erlebnis Bremerhaven), Corinna Brand (Magistrat, Referat für Wirtschaft), Jaafar Chaaban, Ingrid Francine Djieya (vordere Reihe). Auf dem Bild fehlen: Jennifer Müller, Lucien Leroy Siani und Ornella Cyrielle Mamba Tagne
Quelle: Kai Martin Ulrich

Studierende der Hochschule programmieren App-Prototyp

Im Rahmen eines zweisemestrigen Projekts haben sich 14 Studierende der Bachelorstudiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Bremerhaven mit der Frage beschäftigt, wie sich Wissenschaft plastisch und interaktiv darstellen lässt. Die Idee: eine wissenschaftliche Stadtführung verbunden mit Elementen der Augmented Reality (AR). Ihr Prototyp „AUREA“ soll Grundlage für eine App werden. Durchgeführt wurde das Projekt im Auftrag des Magistrats Bremerhaven und der Erlebnis Bremerhaven GmbH.

Für fünf Wissenschaftsorte in Bremerhaven hat das Projektteam beispielhaft Animationen erstellt. Einer davon ist der MICROGRID-Container an der Hochschule. Dort wird seit einigen Monaten grüner Wasserstoff produziert. Mit AUREA können Interessierte einen Blick auf das Innenleben werfen. „Aktuell sieht man dort dreidimensionale Animationen der Dinge, die sich im Container befinden. Es wäre aber auch möglich, diese zusätzlich mit weiteren Informationen zu hinterlegen“, so Prof. Dr. Thomas Umland, der das Studierendenprojekt während des zweisemestrigen Praxismoduls unterstützt hat. Dies könnten dann beispielsweise Videos oder Fotos, aber auch informative Texte sein. Weitere Animationen sind u.a. am Zoo am Meer und auf dem Hochschulcampus zu finden. Eingebettet wurden diese in eine Stadtplan-App. Nutzerinnen und Nutzer können die Einrichtung, die sie besuchen möchten, markieren und sich die entsprechende Route anzeigen lassen. „Es ist ein sehr dankbares Projektthema. Die Studierenden konnten viele verschiedene Techniken ausprobieren“, so Prof. Umland. Neben der App-Entwicklung gehörte auch die Modellierung von 3D-Objekten zu den Aufgaben. Beides zusammenzuführen, also die Animationen in die App einzufügen, war eine besondere Herausforderung für die Studierenden.

Bei Augmented Reality verbinden sich digitale und analoge Realität. Die Umgebung der Nutzerinnen und Nutzer wird dabei in Echtzeit durch zusätzliche Elemente ergänzt, mit denen sie dann interagieren können. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig – von Spielen über Routenplanung bis hin zu Lernapps. „AR ist eine Zukunftstechnologie und ein wirklich interessantes Arbeitsumfeld“, sind sich die Studierenden einig. Mit ihrer Appidee soll die Bremerhavener Wissenschaftseinrichtungen für Interessierte erlebbar gemacht werden. Dass die App irgendwann von Interessierten heruntergeladen werden kann, liegt nicht mehr in der Hand der Studierenden. „Wenn man eine App entwickelt, so muss man hinterher auch die Wartung sicherstellen. Das können wir als Hochschule aber nicht leisten – schon allein, weil die beteiligten Studierenden bald ihre Abschlüsse in der Tasche haben und dann nicht mehr vor Ort sind“, so Prof. Umland. Mit ihrem Prototyp haben sie ihren Auftraggebern vielmehr eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, damit diese sehen können, was möglich ist.

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