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08.12.2023

Intensiver Wissenstransfer zur Nutzung Erneuerbarer Energien

Forschung

Vom 27. bis 29. November fand unter der Federführung der Hochschule Bremerhaven das Deutsch-Japanische Symposium statt.

Die Veranstaltung diente in erster Linie dem Wissenstransfer im Bereich der Gewinnung und Nutzung regenerativer Energien. Mit dem Fokus auf Offshore Windenergie und Wasserstofftechnologien nutzten die Teilnehmer:innen des Symposiums die Zeit in Bremerhaven für einen intensiven wissenschaftlichen Austausch mit starkem Praxisbezug.
Auf Einladung von Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Feldmeier sind Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen der Wirtschaftsförderung aus der japanischen Präfektur Fukuoka angereist. Diese hat Bremerhaven bereits vor einiger Zeit als deutsche Modellstadt für Green Economy auserkoren und so wurde das Symposium genutzt, um bestehende Kontakte auf kommunalpolitischer und wissenschaftlicher Ebene zu intensivieren.

In Japan, welches sich bislang durch eine statisch-konservative Energiepolitik auszeichnete, setzte sich in den letzten Jahren zunehmend die Erkenntnis durch, dass das Land dringend eine energiepolitische Transformation benötigt und hierfür entsprechende Maßnahmen einleiten muss. Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten Jahren in Japan Regionen identifiziert, welche einerseits zu den größten industriellen fossilen Energieverbrauchern zählen und sich andererseits geo-strategisch besonders eignen, einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten, wozu die Präfektur Fukuoka mit ihrer Schwerindustrie- und Hafenstadt Kitakyushu auf der südlichen Insel Kyushu gehört.

So wurde die dortige Kommunalpolitik von der Landesregierung damit beauftragt, im Ausland nach Orientierungshilfen zu suchen und Regionen mit ähnlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten und geografischen Lagen zu identifizieren, um aus deren Erfahrungen in der Bewältigung des Strukturwandels zu lernen und aus Best Practice-Beispielen eigene energiepolitische Lösungsansätze abzuleiten. Hierfür wurde Deutschland als Musterland für die Energiewende auserkoren und insbesondere die Region Bremerhaven als Musterregion für Klimaschutz, Green Economy und den Ausbau regenerativer Energien identifiziert. 

Nicht zuletzt deshalb wurde von japanischer Seite der Wunsch geäußert, den wissenschaftlichen Dialog auf diesem Gebiet zu fördern, was zur Durchführung dieses dreitätigen Symposiums in Bremerhaven führte. Wesentlicher Inhalt dieser Veranstaltung mit insgesamt ca. 60 Teilnehmenden war es die Gäste aus Japan mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus diesem Fachgebiet vertraut zu machen und ihnen praktische Umsetzungsergebnisse zu präsentieren, die sich zur Nachahmung empfehlen. Als direktes Kooperationsprojekt ergab sich eine Übernahme von Elementen aus dem hiesigen Master-Weiterbildungsstudiengang Offshore Windenergy (OWEMBA) für die akademische Weiterbildung von Fach- und Führungskräften aus der Windindustrie an der dortigen Partnerhochschule University of Kitakyushu.

 Außerdem konnten im Austausch mit den japanischen Teilnehmenden Erkenntnisse über neuere wissenschaftliche Methoden und praktische Umsetzungsergebnisse der regenerativen Energiegewinnung zur Umsetzung der energiepolitischen Transformation in Japan gewonnen werden.

Neben Professor:innen aus der Hochschule mit einschlägiger wissenschaftlich-fachlicher Expertise, insbesondere aus ihren Instituten für Windenergie (fk-wind), Economics and Management (IME), Institute for Safety and Security Studies (ISaSS), Smart Mobility Institute (SMI), aus dem Forschungsprojekt H2-Microgrid waren die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH, das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), der Windenergieagentur Bremerhaven (WAB) sowie Vertreter:innen aus Wirtschaft, Verwaltung und weiteren internationalen Partnerhochschulen aus Esbjerg (DK) und Gdynia (PL) vertreten.

Die Organisation und Durchführung des Symposiums wurde finanziell großzügig seitens des Freundeskreises zur Förderung der Wissenschaft Bremerhaven und mit Sponsorengeldern aus der regionalen Wirtschaft unterstützt.

Redakteur:in