Hochschule Bremerhaven erhält Förderung zur Umsetzung ihres Klimaschutzkonzepts

Kai Martin Ulrich

Ganzheitlicher Ansatz soll CO2-Emissionen minimieren

Die staatlichen Hochschulen im Land Bremen erhalten finanzielle Mittel für den Klimaschutz. Das haben der Bremer Senat, der Ausschuss für Wissenschaft, Medien, Datenschutz und Informationsfreiheit sowie der Haushalts- und Finanzausschuss beschlossen. Auf diese Weise werden Projekte finanziert, die der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes dienen. An der Hochschule Bremerhaven soll der Aufbau eines ganzheitlich wirksamen Klimaschutzmanagements zu einem sparsameren Umgang mit Ressourcen und Energie und somit auch zu einem verringerten CO2-Ausstoß führen. Ziel ist es, den Energieverbrauch der hochschuleigenen Gebäude auf ein Minimum zu reduzieren. Für diese und weitere Maßnahmen erhält die Hochschule insgesamt rund eine Million Euro.

Gleich vier Projekte der Hochschule Bremerhaven werden mit Mitteln aus dem Handlungsfeld Klimaschutz der Senatorischen Behörde finanziert. Neben dem Aufbau des Klimaschutzmanagements und der Umsetzung erster Maßnahmen, wie der Installation von Bewegungsmeldern in den Gebäuden und zusätzlicher Photovoltaikanlagen, setzt die Hochschule auf nachhaltige Mobilität. „Die Analyse im Rahmen der Erstellung des Energie- und Klimaschutzkonzeptes hat ergeben, dass im Bereich der Mobilität das größte CO2-Einsparpotenzial an der Hochschule vorhandenen ist“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Julian Fricke, der als Klimaschutzmanager u.a. mit dem Controlling der THG-Emissionen betraut ist. Die verursachten CO2-Emissionen aus dem Mobilitätsverhalten seien im Vergleich erheblicher als die der Energieversorgung der Hochschulgebäude. Um dies zu ändern, soll das Fahrrad als Transportmittel für die Mitarbeitenden und Studierenden attraktiver werden. Unterstützt wird dies bspw. durch die Herrichtung überdachter Fahrradständer, Schaffung von Lademöglichkeiten für Elektrofahrräder und die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt.

Um das Thema Klimakrise in allen Studiengängen, Forschungsbereichen, Dienstleistungseinheiten der Hochschule sowie der allgemeinen Öffentlichkeit sichtbarer zu machen, setzt die Hochschule außerdem auf die nachhaltige Etablierung der Projektwoche „Hochschule Bremerhaven for Future“.  Unter dem Motto „Die Klimakrise und ihre Folgen – Verstehen, Wissen, Handeln“ sollen hochschulweite Projekte entwickelt werden, welche die Aspekte des Klimaschutzes in Studium, Forschung und Verwaltung integrieren und sichtbar machen. Bereits vor zwei Jahren wurde die Klimawoche in Kooperation mit mehreren Bremerhavener Bildungs- und Forschungseinrichtungen erfolgreich und öffentlichkeitswirksam durchgeführt.

Die Hochschule Bremerhaven hat im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Jahr 2018 ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept erstellt. Dieses enthält einen Katalog mit 39 Maßnahmen, davon 24 mit hoher bis sehr hoher Priorität. Die 13 wichtigsten Maßnahmen des Konzeptes sollen innerhalb der kommenden drei Jahre umgesetzt werden. „Bei der Hochschule Bremerhaven nimmt das Thema Umwelt- und Ressourcenschutz sowie übergeordnet der Klimaschutz bereits in Bezug auf ihre Kernaufgaben der Lehre und Forschung eine zentrale Rolle ein und bestimmt das alltägliche Handeln des Betriebes“, erklärt Kanzlerin Dr. Helga Schiwek. „Mit der Implementierung eines Klimaschutzmanagements inklusive geeignetem Controlling nimmt die Hochschule ihre Verantwortung wahr, den selbst gesteckten Zielen gerecht zu werden und ihren Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen zu leisten.“ Bis Ende 2023 sollen die nun geförderten Projekte abgeschlossen sein.

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