Rektor der Hochschule Bremerhaven äußert sich zu diskutierten Sparmaßnahmen

Thilo Vogel

Auswirkungen für die Region würden sich noch jahrelang zeigen

Er soll ein starkes Signal für die Wissenschaft setzen: der Wissenschaftsplan 2025. Mit zusätzlichen finanziellen Mitteln ausgestattet könnten die Hochschulen nicht nur bereits vorhandene Studiengänge weiterfinanzieren, sondern das Studienangebot auch weiter ausbauen. Derzeit wird jedoch im Bremer Senat über diese Finanzmittel diskutiert. Grund dafür sind die pandemiebedingten Steuerausfälle und Zusatzkosten des Bundeslandes. Der Etat der öffentlichen Hochschulen des Landes Bremen soll nun nicht, wie ursprünglich geplant, steigen, sondern auf dem Niveau von 2021 bleiben. Die im Wissenschaftsplan 2025 vorgesehenen finanziellen Mittel würden den Hochschulen damit fehlen.  Auch die Hochschule Bremerhaven wäre von den Sparmaßnahmen betroffen. Der Rektor der Hochschule Bremerhaven, Prof. Dr. Dr. h.c. Alexis Papathanassis, hat sich zu den möglichen Folgen für die Region geäußert.

Besonders für die regionale Wirtschaft sieht Prof. Papathanassis negative Folgen, sollten finanzielle Mittel aus dem Wissenschaftsplan 2025 wegfallen. „Mit ihrem Studienangebot orientiert sich die Hochschule Bremerhaven direkt an den Bedarfen der regionalen Wirtschaftsunternehmen und trägt zu der Ausbildung dringend benötigter, hochqualifizierter Nachwuchskräfte bei. Auf diese Weise leistet sie seit vielen Jahren eine wichtige Arbeit für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bremerhaven“, so der Rektor der Hochschule Bremerhaven. Die Auswirkungen der aktuell diskutierten Eckwertkürzungen für die Hochschulen im Land Bremen würden sich noch weit in die postpandemische Zeit hinein zeigen. „Bereits jetzt ist der Fachkräftemangel in den Unternehmen deutlich spürbar. Um diesem entgegenwirken zu können, sind der Erhalt der bestehenden Studiengänge und der Ausbau des Studienangebots unerlässlich“, erklärt Prof. Papathanassis weiter. Beides sei ohne entsprechende finanzielle Mittel nicht möglich.

Speziell mit der Einführung neuer Studiengänge möchte die Hochschule Bremerhaven auf die veränderten Bedarfe der Wirtschaft reagieren. Ein Beispiel dafür sind die bereits geplanten neuen Bachelorstudiengänge Soziale Arbeit und Physician Assistant. Auch ein weiterer Ausbau der Hochschule soll mit Mitteln aus dem Wissenschaftsplan 2025 finanziert werden. Trotz der aktuellen Diskussionen im Bremer Senat bleibt Prof. Papathanassis besonnen: „Aktuell sind die Eckwertkürzungen noch nicht beschlossen. Die Hochschule Bremerhaven steht aber bereits in engem Austausch mit der senatorischen Behörde, um eine Lösung für dieses Problem zu finden.“

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